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Chile schützt Humboldt-Pinguine

humboldt_pinguin_wmc_150Hamburg (epo.de). – Der Energiekonzern Suez Energy muss einen neuen Standort für sein in der Region Coquimbo in Chile geplantes Kohlekraftwerk suchen. Das hat der chilenische Präsident Sebastián Piñera entschieden. Wie die Hamburger Umweltorganisation „Rettet den Regenwald“ berichtete, liegt der Entscheidung die Tatsache zugrunde, dass die Küstenregion Coquimbo für die marine Flora und Fauna besonders wertvoll ist.

In unmittelbarer Nähe des geplanten Kraftwerkes in den Region Coquimbo, so Rettet den Regenwald, befinde sich eines der letzten Refugien der vom Aussterben bedrohten Humboldt-Pinguine, das bereits zur Meeresschutzzone sowie zum nationalen Schutzgebiet für die vom Aussterben bedrohten Humboldt-Pinguine erklärt worden sei. Die Humboldt-Pinguine jagen Fische überwiegend im Flachwasser und nisten in unterirdischen Bauten, Höhlen oder Spalten an der Küste. Eingriffe in das Ökosystem bedrohen die Nahrungsgrundlage der Pinguine und stören das Brutverhalten empfindlich.

Auch die lokale Bevölkerung wäre von der Errichtung der Kraftwerke stark betroffen, so Rettet den Regenwald. „Veraltete, unsichere Technologie und die Kontaminierung des zur Kühlung benutzten Meerwassers würde eine Bedrohung der regionalen Fischerei und des Tourismus darstellen.“ Die engagierte Bürgerbewegung MODEMA (Movimiente Defenso Media Ambiente) habe verschiedene unabhängige Gutachten in Auftrag gegeben, die die befürchteten dramatischen Auswirkungen auf diesen Küsten- und Meeresabschnitt bestätigten.

Rettet den Regenwald hatte sich mit einer Protestaktion am Widerstand gegen das Kraftwerk beteiligt. Mit den Aktionen weiterer Initiativen kamen rund 27.000 Unterschriften zusammen, die dem Präsidenten von Chile sowie dem Regierungspräsidenten der Region Coquimbo übergeben wurden.

Die Medien des Landes hatten die Glaubwürdigkeit des Präsidenten angezweifelt, der sich im Wahlkampf explizit gegen solche kontaminierenden Kohlekraftwerke ausgesprochen hatte, zum anderen wurden Sorgen, um die Reputation Chiles laut, wenn so leichtfertig ein bedeutendes (Welt-)Naturerbe aufs Spiel gesetzt würde. Zahlreiche Demonstrationen gegen Suez Energy und die geplanten Kraftwerke waren die Folge.

Reinhard Behrend von Rettet den Regenwald begrüßte die Entscheidung: „Ich freue mich über Chiles konsequente Reaktion auf die Umweltproteste der Initiativen und der Bürger. Präsident Piñera kann mit seiner Reaktion auch einigen deutschen Politikern als Vorbild dienen.“

Foto: Humboldt-Pinguin; Quelle: Wikimedia Commons

www.regenwald.org

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