
In ihrem Brief beschreiben die Preisträger das Handeln der Regierung als „unentschuldbar“ und drängen darauf, „den Buschleuten den Zugang zu Wasser auf ihrem Land zu erlauben und mit ihnen zusammen zu arbeiten, um eine nachhaltige Zukunft für alle zu sichern. (…) Ohne Zugang zu Wasser, ein grundlegendes Menschenrecht, müssen sie kämpfen, um ihre Lebensweise auf ihrem angestammten Land aufrecht zu erhalten.“
2002 wurden die Buschleute von der Regierung Botswanas von ihrem Land vertrieben und in Lagern außerhalb des Reservats angesiedelt. Mit der Hilfe von Survival International brachten sie ihren Fall vor Botswanas Obersten Gerichtshof und erwirkten vier Jahre später eine Grundsatzentscheidung: Das Gericht stellte das Recht der Buschleute auf ein Leben im Reservat fest. 2005 wurde die Organisation der Buschleute, die „First People of the Kalahari“, für den Kampf um ihre Rechte mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.
Trotz der Entscheidung des Obersten Gerichts von 2006 lehnt es die Regierung aber ab, den Buschleuten zu erlauben einen Brunnen in Betrieb zu nehmen, der während der Vertreibungen 2002 von ihr versiegelt wurde. Um an Wasser zu gelangen, müssen die Buschleute nun beschwerliche Reisen von bis zu mehreren hundert Kilometern auf sich nehmen.
Für die Wildtiere im Reservat habe die Regierung hingegen neue Brunnen gebohrt, so Survival. Dem Reiseunternehmen Wilderness Safaris sei zudem erlaubt worden, ein Luxus-Camp mit Swimmingpool auf dem Land der Buschleute zu errichten. Gegenwärtig werde auch diskutiert, eine Schürflizenz für eine Diamantenmine auf dem Land der Buschleute auszugeben. Bedingung hierfür sei unter anderem, dass durch das Diamantenunternehmen kein Wasser für die Buschleute bereitgestellt werde.
Im Juli hatte das Oberste Gericht den Antrag der Buschleute auf eine Nutzungserlaubnis für den Brunnen abgelehnt. Der Richter bestätigte die Argumentation der Regierung, wonach „die Buschleute die Unannehmlichkeiten, die sie erleiden müssen, selbst zu verschulden haben.“
Der Sprecher der Buschleute, Jumanda Gakelebone, sagte: „Wir sind allen Preisträgern dankbar für ihre Hilfe. Khama sollte wissen, dass viele Menschenrechtsaktivisten auf der ganzen Welt auf Botswana schauen.“




