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Henry Mathews Preis geht an Küchenmeister und Landmine.de

landmine.deKöln (epo.de). – Der „Henry Mathews Preis 2010“ des Dachverbandes der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre geht an Thomas Küchenmeister und das Aktionsbündnis Landmine.de. Die Kampagne setzt sich seit vielen Jahren für ein weltweites Verbot der Entwicklung, der Produktion, des Exports und des Einsatzes aller Landminentypen und von Streumunition ein. Küchenmeister wird den Preis bei der Jahrestagung des Dachverbands am 18. September in Köln entgegennehmen.

Küchenmeister, der Leiter des Aktionsbündnisses Landmine.de, rief dazu auf, gemeinsam in Deutschland dafür zu werben, das Investment in völkerrechtswidrige Waffen zu untersagen. „Unternehmen, die Menschenrechte und internationale Sozial- und Umweltstandards missachten, müssen von der öffentlichen Beschaffung ausgeschlossen werden.“

Paul Russmann, Vorstand des Dachverbandes der Kritischen Aktionäre, erklärte, das Aktionsbündnis Landmine.de und Thomas Küchenmeister hätten sich in herausragender Art und Weise für Konzernopfer eingesetzt und das öffentliche Bewusstsein für die Gefahren durch Minen und Streumunition geschärft. „Es gibt sehr viele Schnittstellen zu den Kritischen Aktionären und ihrem Einsatz gegen Rüstungsproduktion bei Daimler, ThyssenKrupp und Rheinmetall.“

„Die Zusammenarbeit mit den Kritischen Aktionärinnen und Aktionären war für das Aktionsbündnis Landmine.de immer von besonderer Bedeutung“, so Küchenmeister. Das Engagement des Dachverbands setze direkt an der Quelle des Problems an, also auch bei den Herstellerfirmen von Landminen und Streumunition. „Unser zukünftiges Engagement sollte auch weiterhin darauf abzielen, Unternehmen zu drängen und zu verpflichten, Menschenrechte und internationale Sozial- und Umweltstandards zu beachten. Das richtet sich nicht nur an Waffenhersteller sondern natürlich auch an Banken und Finanzdienstleister, die zum Teil in erheblichem Umfang in Menschenrechtsverletzungen investiert sind.“

Das Aktionsbündnis Landmine.de ist Mitglied der Internationalen Kampagne zum Verbot von Streumunition CMC (Cluster Munition Coalition) und der Internationalen Kampagne zum Verbot von Antipersonenminen (ICBL). Die ICBL wurde 1997 für ihre Verdienste beim Zustandekommen des Abkommens über das Verbot von Antipersonenminen (Ottawa-Konvention) mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Dem Aktionsbündnis, welchem bereits 2009 der Wilhelm-Dröscher-Preis verliehen wurde, gehören 17 deutsche Hilfs- und Entwicklungsorganisationen an.

www.kritischeaktionaere.de
www.landmine.de

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