
Auf Unverständnis und Kritik bei Hilfsorganisationen stieß der Vorschlag des Entwicklungsministers, private Spenden auf die staatliche Entwicklungshilfe anzurechnen. Steuererleichterungen für private Spender seien für die öffentliche Hand faktisch eine Ausgabe, begründete Niebel seinen Vorstoß. Der Vorstandsvorsitzende des Verbandes Entwicklungspolitik (VENRO), Ulrich Post, sprach gegenüber der „Frankfurter Rundschau“ von einer „statistischen Trickserei“.
Auch der Geschäftsführer des katholischen Hilfswerks Misereor, Martin Bröckelmann-Simon, lehnte Niebels Vorschlag ab. Das bringe „keinen einzigen Euro zusätzlich für die Armutsbekämpfung“, sagte der Misereor-Chef der Zeitung.




