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EU-Politik gefährdet nachhaltige Entwicklung in Asien

aepf_8_150Brüssel (epo.de). – Die europäische Rohstoffinitiative gefährdet die Lebensbedingungen von indigenen Gemeinschaften und die nachhaltige Entwicklung. Das haben asiatische und europäische Organisation auf dem achten Asian-European People’s Forum in Brüssel konstatiert. „Wir sehen in Indonesien nicht nur die schmutzigen, sondern gar die tödlichen Auswirkungen des Kohlebergbaus“, sagte Siti Maemunah, Vorstandsmitglied der Umweltkoalition JATAM. Zehn Prozent der produzierten Kohle würden nach Europa exportiert.

Mario Maderazo, Programmdirektor von „Philippine Misereor Partnership“ erklärte, „dass die Rohstoffinitiative der Europäischen Union nur den Interessen der Großkonzerne entspricht“. Am Ende verliere vor allem die indigene Bevölkerung, sagte Maderazo. „Hunger, Umweltkatastrophen und Menschenrechtsverletzungen, die sehr häufig der bittere Beigeschmack beim Bergbau sind, ist die Indigene Bevölkerung schutzlos ausgeliefert“, betonte Judy Pasimio, die Geschäftsführerin von Legal Rights and Natural Resources Center/Friends of the Earth Philippines.

„Anstatt sich für einen besseren Zugang zu Rohstoffen für die europäische Industrie und Investorenschutz einzusetzen, sollte sich die EU für mehr Transparenz bei Investitionen im Bergbaugeschäft engagieren“, forderte der Geschäftsführer des philippinenbüro im Asienhaus, Michael Reckordt. Darüber hinaus sei es wichtig, dass „Unternehmen für ihre Beteiligung an Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung juristisch verbindlich zur Verantwortung gezogen werden können.“

Kris Vanlamsbrouck wies darauf hin, dass die Rohstoffinitiative weiterhin auf fossile Brennstoffe setze und den Klimawandel ignoriere. „Mit dieser Politik verbrennen wir unsere Zukunft“, so der Mitarbeiter des belgischen Bündnisses „11.11.11“.

Die Gruppen forderten, die EU müsse sich für die Einhaltung der Menschenrechte, nachhaltige Entwicklung und die Rechte der indigenen Bevölkerung weltweit einsetzen. Dafür müsse sie den eigenen Konzernen verbindliche Rahmenbedingungen auferlegen.

Das AEPF (Asia-Europe People’s Forum) ist ein überregionales Netzwerk von Organisationen aus Asien und Europa, die sich vor dem Asia-Europe Meeting (ASEM) treffen, um die asiatischen und europäischen Staatschefs an ihre Verantwortung für Umwelt, Entwicklung und Menschenrechte zu erinnern.

www.aepf.info

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