
Lula scheidet am 1. Januar 2011 aus dem Amt. Lula hatte Rousseff 2003 zur Energieministerin ernannt, 2005 wurde sie Kabinettschefin und von Lula zu seiner Nachfolgerin erkoren. Rousseff, die in ihrer Jugend in der Guerillabewegung gegen die brasilianische Militärdiktatur kämpfte und fast drei Jahre inhaftiert war, hatte im Wahlkampf versprochen, die Politik des populären Staatspräsidenten Lula fortzuführen. Während Lulas Amtszeit wurde Brasilien die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt und in den Kreis der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) aufgenommen.
Nach der Stichwahl vom Sonntag dankte Rousseff ihren Wählern und kündigte eine Reform des Steuersystems und eine Verwaltungsreform an. Sie wolle sich zugleich für den Kampf gegen die Armut, für mehr Demokratie und für die Menschenrechte einsetzen, sagte sie.




