Bonn (epo.de). – Das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) hat seinen „Jahresbericht 2009 – 2010“ veröffentlicht. Die Klimakonferenz in Kopenhagen, die MDG-Konferenz in New York, die Konferenz zum Schutz der Biodiversität in Nagoya sowie die Klimakonferenz in Cancún waren die internationalen Höhepunkte des entwicklungspolitischen Kalenders 2009/2010.
In all diesen Foren wurde aus der Sicht des DIE deutlich: „Die globalen Zukunftsfragen – Armutsbekämpfung und Ernährungssicherung, Klimawandel und der Umbau der weltweiten Energiesysteme, Sicherheit und Entwicklung in schwachen Staaten, die Überwindung der Finanzkrise – können erfolgreich nur in Kooperation mit den Entwicklungs- und Schwellenländern gelöst werden. “
„Die globalen Zukunftsfragen prägen das 21. Jahrhundert“, erklären Dirk Messner und Imme Scholz in ihrem Vorwort. „Nur wenn internationale Kooperation gelingt, können die vielen Chancen der Globalisierung genutzt werden – sonst werden sich zunehmend Krisenphänomene über globale Interdependenzketten weltweit multiplizieren.“ Die vergangenen Dekaden hätten gezeigt, dass sich das Auflösen der altbekannten Nord-Süd-Muster in der Weltpolitik beschleunige. Als Folge dessen müsse die Entwicklungszusammenarbeit endgültig von ihrem „Hilfe-Image“ wegkommen und gemeinsame Interessen müssten ins Zentrum rücken.
Das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik hat auch in den vergangenen Jahren seine weltweiten Forschungs- und Beratungsnetzwerke weiter ausgebaut und neue strategische Partnerschaften geschlossen. Im Rahmen der „European Think-Tanks Group“ gelinge es, europäisches Wissen für deutsche und europäische Entwicklungspolitik zu bündeln, so das DIE. Im „Global Governance Research Network“ kooperiert das DIE mit internationalen Partnern, um die Diskussionen in der G-20 zu globalen Entwicklungsfragen zu begleiten.




