
2011 begeht die Organisation ihr 30-jähriges Bestehen und startet im Januar zwei neue integrierte Entwicklungsprojekte. 1981 hatte der ehemalige Schauspieler mit seiner legendären Wette in der ZDF-Sendung „Wetten, dass..?“ den Grundstock für die Hilfsorganisation gelegt. 1,2 Millionen Mark spendeten die Fernsehzuschauer damals. Mit dem Geld ging Karlheinz Böhm nach Äthiopien und startete nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbstentwicklung“ im ersten Projektgebiet. Hierbei werden Maßnahmen aus den Bereichen Bildung, Wasserversorgung, Gesundheit, Infrastruktur, Landwirtschaft und Frauenförderung verknüpft, um eine nachhaltige Verbesserung der oft verheerenden Lebensumstände herbeizuführen.
Karlheinz Böhm hatte damals radikal mit seinem früheren Leben gebrochen, um sich ganz den Menschen in Äthiopien widmen zu können. Dieses kompromisslose Engagement wurde von „Ein Herz für Kinder“ nun vor einem TV-Millionenpublikum mit einem Ehrenpreis für sein Lebenswerk geehrt.
Zu Beginn des Jahres 2011 startet Menschen für Menschen die Arbeit in zwei neuen ländlichen Entwicklungsprojekten, Borena und Ginde Beret. In beiden Regionen lebt ein Großteil der Bevölkerung von der Landwirtschaft. Doch Dürre, Erosion und fehlendes Fachwissen gefährden die Ernten. 77 Prozent der Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Aufgrund der geografischen Lage sind die Dörfer oft von der Außenwelt abgeschieden und weder mit Schulen noch mit medizinischer Versorgung ausgestattet.
Karlheinz Böhm: „Die Bevölkerung Äthiopiens braucht unsere Hilfe. In diesem Land lässt sich mit jeder Spende unglaublich viel erreichen. Mit den Projekten unserer Organisation unterstützen wir die Menschen, sich aus eigener Kraft aus der Armut zu befreien. Bis sie eines Tages unsere Hilfe nicht mehr benötigen. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.“



