
5.000 Haushalte bekommen nach Angaben der Welthungerhilfe Planen und Baumaterialien, um sich erste Notunterkünfte zu errichten. Außerdem werden faltbare Wasserkanister verteilt, damit die Familien sauberes Trinkwasser transportieren und aufbewahren können. Die meisten Rückkehrer hätten nur wenige Habseligkeiten mitbringen können und stünden völlig mittellos da, so die Helfer.
Die Infrastruktur im neuen Staat Südsudan sei in einem desolaten Zustand, denn es fehlten die grundlegenden Einrichtungen wie Schulen, Krankenstationen und Straßen, berichtete die Welthungerhilfe. Die Organisation unterstützt daher gemeinsam mit internationalen Partnern die medizinische Grundversorgung der Rückkehrer in drei Gesundheitszentren. Der ansässigen Bevölkerung stehen diese Zentren ebenfalls offen, um von Anfang an mögliche Konflikte zwischen den Neuankömmlingen und den lokalen Familien zu vermeiden.
„Wir werden diesen neuen Staat mit allen Kräften unterstützen. Die Menschen, die so friedlich im Januar beim Referendum gewählt haben, brauchen Rückenwind für den Neubeginn“, erklärte Wolfgang Jamann, Generalsekretär der Welthungerhilfe, die Arbeit im Südsudan.
Die Welthungerhilfe war in der Vergangenheit über viele Jahre im Südsudan tätig und will gemeinsam mit ihren europäischen Partnern der Alliance2015 den Aufbau des neuen Staates unterstützen. Sie plant in diesem Jahr weitere Nothilfe- und Rehabilitierungsmaßnahmen, die sowohl die akuten Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung befriedigen als auch die rasche Integration der zahlreichen Rückkehrer voranbringen sollen. Dazu gehören die Verbesserung der Trinkwasserversorgung, der Ausbau der Bildung und Gesundheitsvorsorge sowie die Ernährungssicherung der Familien.




