
„Ahmad Zeidabadi hat sich mutig und beharrlich für Presse- und Meinungsfreiheit eingesetzt. Die Pressefreiheit ist ein Menschenrecht, auf das alle anderen Bürgerrechte aufbauen. Anlässlich des Welttags der Pressefreiheit und der von der Jury geäußerten Bedenken zu Herrn Zeidabadis Gesundheit und Wohlergehen fordere ich die iranischen Behörden auf, ihn aus der Haft zu entlassen“, sagte UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokowa.
Zeidabadi wurde zusammen mit weiteren Journalisten von der iranischen Regierung zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt, weil er sich an der „sanften Revolution“ während der Präsidentschaftswahlen 2009 beteiligt hatte. Zudem erhielt der 45jährige ein lebenslanges Berufsverbot als Journalist. Zeidabadi war bereits in den Jahren 2000 und 2001 wegen kritischer Äußerungen für mehrere Monate inhaftiert worden.
Die UNESCO vergibt den Guillermo-Cano-Preis seit 1997 jährlich am Welttag der Pressefreiheit. Er ist mit 25.000 US-Dollar dotiert. Preisträger der vergangenen Jahre waren unter anderem der ermordete srilankische Journalist Lasantha Wickrematunge, die mexikanische Reporterin Lydia Cacho Ribeiro und die chilenische Journalistin Mónica González Mujica.
Die Auszeichnung erinnert an den kolumbianischen Journalisten Guillermo Cano, der 1987 ermordet wurde. Nach Angaben der UNESCO verloren in den letzten zehn Jahren mehr als 500 Journalisten bei der Ausübung ihres Berufes ihr Leben. Allein im Jahr 2010 wurden weltweit 60 Journalisten getötet.
Die UNESCO unterstreicht, dass durch neue Technologien und Medien immer mehr Menschen Zugang zu Informationen erhalten. Gleichzeitig warnt sie vor neuen Formen der Zensur und Überwachung. Um auf das Problem aufmerksam zu machen, beschäftigt sich der diesjährige Welttag der Pressefreiheit mit den „Medien des 21. Jahrhunderts“. Die Prinzipien der Pressefreiheit müssten auch für das Internet gelten, betont die UNESCO.




