
Die thailändische Armee hatte Thaksin Shinawatra im Jahr 2006 aus dem Amt geputscht. Nach der jetzigen Wahl war befürchtet worden, die Armee könne einen Regierungswechsel gewaltsam verhindern. Verteidigungsminister Prawit Wongsuwon zerstreute gegenüber einer Nachrichtenagentur am Montag jedoch diese Befürchtungen und erklärte, die Armee akzeptiere das eindeutige Votum des Volkes.
Der frühere Premierminister Thaksin lebt derzeit im Exil in Dubai. Die jüngste Schwester Thaksins trat bei der Wahl als Spitzenkandidatin der Pheu-Thai-Partei an. Weil die Geschäftsfrau selbst keine politische Erfahrung hat, war sie von Gegnern als „Marionette“ Thaksins bezeichnet worden. Thaksin hingegen hatte erklärt, er strebe keine politische Ämter mehr an.
Die Wahlkommission muss nach eigenen Angaben noch rund 1.900 Beschwerden über Unregelmäßigkeiten nachgehen, ehe das Endergebnis der Wahl verkündet werden kann. Die Kommission will sich für die Prüfung zwei Wochen Zeit lassen.




