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Westerwelle besucht Johanniter-Projekt in Haiti

juhBerlin. – Außenminister Guido Westerwelle (FDP) wird während seines Aufenthaltes in Haiti am Sonntag ein humanitäres Projekt der Johanniter besuchen, um sich über den Stand der deutschen Hilfsmaßnahmen nach der Erdbeben-Katastrophe zu informieren. Westerwelle besichtigt eine Orthopädiewerkstatt, trifft Patienten und deutsche Helfer und übergibt ein Erdbeben-Warnsystem. Der erste Besuch eines deutschen Außenministers in Haiti ist die letzte Station auf Westerwelles einwöchiger Amerika-Reise.

Bei dem Erdbeben am 12. Januar 2010 in Haiti waren mehr als 250.000 Menschen gestorben, Hunderttausende wurden verletzt, rund 1,3 Millionen Menschen wurden obdachlos. Die Johanniter leisteten mit mehreren Teams medizinische Soforthilfe und sind seither mit langfristigen Hilfsprojekten in Haiti aktiv. Seit Februar 2010 konnten die Johanniter in ihrer mobilen Orthopädiewerkstatt in Léogâne hunderte Menschen behandeln, die nach dem Erdbeben eine Behinderung durch schwere Knochenbrüche erlitten haben oder denen Gliedmaßen amputiert werden mussten. 16 Haitianer werden von den Johannitern zu Fachkräften ausgebildet, um eine langfristige Behandlung sicher zu stellen.

Trotz dieser Erfolge fällt die Bilanz der Johanniter-Unfall-Hilfe nach eineinhalb Jahren Einsatz in einem der ärmsten Länder der Welt durchwachsen aus. „Der Wiederaufbau kommt nur schleppend voran, das Land ist nach wie vor politisch gelähmt und Hunderttausende leben immer noch in provisorischen Unterkünften“, sagte Claudia Zehl, bei den Johannitern zuständig für die Haiti-Projekte. Zum Kampf gegen die Folgen des Erdbebens komme jetzt auch noch der Kampf gegen die Resignation der Bevölkerung.

Zahlreiche Menschen unterstützten die Hilfsorganisationen und Hilfsbündnisse wie „Aktion Deutschland Hilft“ mit einer Spende. Allein die Johanniter bekamen für ihre Arbeit in Haiti knapp neun Millionen Euro, davon 7,4 Millionen Euro Spenden und knapp 1,6 Millionen Euro Zuschüsse vom Auswärtigen Amt, dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und vom Humanitären Büro der Europäischen Union.

www.johanniter.de

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