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Versace für Verbot der Sandstrahltechnik

kfsk_150Berlin. – Die italienische Luxusmarke Versace hat angekündigt, die Forderung nach einem weltweiten Verbot der Sandstrahltechnik bei der Herstellung von Jeans zu unterstützen. Versace folge damit dem Beispiel anderer Modeketten und Jeans-Hersteller, die sich bereits öffentlich für ein Verbot des gesundheitsgefährdenden Verfahrens ausgesprochen hatten, erklärte die Kampagne für Saubere Kleidung.

Nach vielen Monaten ohne jegliche Reaktion stimme Versace damit der Kampagne für Saubere Kleidung zu, dass Arbeiter durch die Anwendung der Sandstrahltechnik einem erheblichen Gesundheitsrisiko ausgesetzt seien. Zuvor habe sich der Hersteller geweigert, ein Verbot dieser Technik einzuführen und jeglichen Einblick in die Produktion verwehrt, so die Kampagne.

„Das ist ein großer Erfolg: Versace musste sich dem Druck der Konsumenten beugen“, sagte Julia Thimm vom INKOTA-netzwerk. „Es zeigt, dass Unternehmen nicht einfach ignorieren können, wenn Arbeiter durch einen Modetrend gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind.“ Die Kampagne für Saubere Kleidung begrüßte die Entscheidung Versaces. Nun bleibe abzuwarten, wie das Unternehmen das Verbot der Sandstrahltechnik wirkungsvoll umsetzen und überprüfen werde.

Seit dem Weltgesundheitstag hatten Tausende Konsumenten Protest-E-Mails an Versace geschrieben. Während einer Konzerttour des türkischen Musik-Kollektivs Bandista machte die Kampagne für Saubere Kleidung auf das Problem aufmerksam. Mehr als tausend Menschen beteiligten sich in den letzten Wochen an der Petition auf Change.org.

Jeans im Used-Look werden mit der Sandstrahltechnik auf alt getrimmt – mit tödlichen Nebenwirkungen für die Arbeiter, die innerhalb kurzer Zeit an der unheilbaren Lungenkrankheit Silikose erkranken. Die Kampagne für Saubere Kleidung macht seit Herbst 2010 Druck auf die Unternehmen und prangert diese Missstände an. Zahlreiche Unternehmen – darunter bekannte Namen wie C&A, G-Star, Esprit, Jack&Jones, H&M, Levis, Mango, Metro, Replay, Vero Moda, WE und zuletzt auch die deutschen Modeketten New Yorker und Orsay – haben öffentlich ein Sandstrahlverbot für ihre Jeansprodukte erlassen.

www.saubere-kleidung.de

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