
Besonders rasant wächst die Bevölkerung in Afrika. Bis zur Jahrhundertmitte werden hier fast zwei Milliarden Menschen leben – doppelt so viele wie heute. Die meisten Länder Afrikas könnten ihre Bevölkerung schon heute nicht ausreichend versorgen, warnt die Stiftung Weltbevölkerung. Das rasante Bevölkerungswachstum übe zusätzlichen Druck auf die natürlichen Ressourcen sowie auf Bildungs- und Gesundheitssysteme aus und verschärfe die Armut.
Fast ein Drittel des weltweiten Bevölkerungswachstums beruht der Stiftung zufolge auf ungewollten Schwangerschaften. „Noch immer werden jedes Jahr 75 Millionen Frauen in den Entwicklungsländern ungewollt schwanger, vor allem weil ihnen der Zugang zu Aufklärung und Verhütung fehlt“, sagte Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung. „Wenn wir die Armut an ihrer Wurzel bekämpfen wollen, müssen wir Frauen helfen, ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden. Familienplanung spielt hierbei eine Schlüsselrolle. Nur wenn wir das rasante Bevölkerungswachstum in den Entwicklungsländern verlangsamen, können wir globalen Herausforderungen wie Ressourcensicherung und Klimawandel begegnen.“
Die zwei mal drei Meter große Weltbevölkerungsuhr wird bis zum 6. Januar 2012 am Platz der Weltausstellung stehen. Die Uhr wird am 31. Oktober, 12 Uhr, auf die Zahl sieben Milliarden umspringen.




