
Seit drei Tagen hofft ein Großvater in den Trümmern seines Hauses, dass seine Tochter, eine Lehrerin, endlich nach Hause kommt – bislang vergebens. Verzweifelt haben Helfer nach ihr und ihren Kindern gesucht. Wahrscheinlich sind alle tot. Die lokalen Partner der Christoffel-Blindenmission berichten, dass auch zahlreiche Menschen mit Behinderungen von den Fluten mitgerissen wurden. Wer überlebt hat, ist meist in Notunterkünften untergebracht.
Der langjährige CBM-Partner „Philippine Service of Mercy Foundation“ (PSMF) sucht in Cagayan de Oro, einer der am schwersten betroffenen Städte, nach Menschen mit Behinderungen, damit auch sie von den Hilfsleistungen profitieren. Der Projektpartner PSMF vor Ort weiß, was die Menschen nun am dringendsten brauchen: Trinkwasser, Lebensmittel, Hilfsmittel und Medikamente.
Behinderte Menschen sind in solchen Notsituationen besonders hilflos. Auch wenn die Fluten sinken, bleiben in der Regel Schutt- und Schlammmassen zurück: häufig unüberwindbare Hindernisse für gehbehinderte oder ältere Menschen. Auch ein Blinder, der sich seinen Weg ertasten muss, findet sich in so einer Straße ohne Hilfe nicht mehr zurecht. Medikamente, Ersatz für verlorene Brillen und Hörgeräte oder auch Gehhilfen sind für das Überleben von Menschen mit Behinderung fast so wichtig wie Trinkwasser und Nahrung.
Die CBM ermittelt derzeit über ihre Partner vor Ort, wie die notwendige Hilfe am schnellsten geleistet werden kann. Die Organisation ruft zu Spenden auf.




