
„Die Themen Klima und Entwicklung sind nur gemeinsam zu denken“, betonte Niebel. „Mit UNFCCC ist bereits eine entscheidende Klimainstitution im System der Vereinten Nationen in Bonn angesiedelt. Der ‚Green Climate Fund‘ hat das Potenzial, den Paradigmenwechsel hin zu einer emissionsarmen und klimaresistenten Entwicklung fortzusetzen. Am Standort Bonn ist im Herzen Europas alles vereint, was eine neue internationale Institution und ihre Mitarbeiter brauchen, um vom ersten Tag an weltweite Impulse zu geben. Investitionen in den Umwelt- und Klimaschutz bedeuten für uns Investitionen in die Zukunft. Mit der Ansiedlung des Green Climate Fund in Bonn leisten wir im Bewusstsein unserer Verantwortung einen Beitrag zur Zukunftsgestaltung.“
Deutschland ist der zweitgrößte Klimafinanzierer weltweit. Nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wird das Interimssekretariat des GCF, das seit Januar 2012 in Bonn angesiedelt ist und die ersten Schritte der Aufbauarbeit des Klimafonds leisten soll, bereits jetzt mit bis zu einer Million Euro gefördert.
Das Bewerbungspaket für den Sitz des permanenten Sekretariats umfasst laut BMZ völkerrechtliche Privilegien und Immunitäten, optimale Arbeitsbedingungen, finanzielle Anreize etwa für Konferenzen, Delegiertenreisen aus Entwicklungsländern, Umzugshilfen, Sprachkurse sowie einen attraktiven Neubau, der neuesten baubiologischen und energetischen Standards genügen werde.
Eingerichtet auf der Klimakonferenz 2010 in Cancún, wurde der Fonds auf der Konferenz in Durban im Dezember 2011 operationalisiert. Er soll einen substantiellen Teil der Klimafinanzierung umsetzen, die bis 2020 auf jährlich 100 Milliarden US Dollar anwachsen soll. Die Entscheidung über den Sitz wird Ende 2012 von der 18. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) in Katar getroffen.



