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Eritreas Regierung will Nahrungsmittelhilfe freigeben

Wappen EritreaAsmara (epo). – Rund 540 Tonnen Nahrungsmittel lagern seit Anfang Juli in der eritreischen Hafenstadt Massawa, während zwei Drittel der Bevölkerung auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sind. Wie der Informationsdienst IRIN der Vereinten Nationen am Dienstag berichtete, hat die Regierung des ostafrikanischen Landes jetzt zugesagt, die Steuern für die eingeführten Hilfsgüter selbst zu übernehmen und die Nahrungsmittelhilfe freizugeben. Seit Mai dieses Jahres verlangen neue Gesetze von Hilfsorganisationen die Zahlung von Steuern, wenn sie Hilfsgüter importieren.

Eritreas Ministerin für Arbeit und soziale Wohlfahrt, Askalu Menkerios, sagte am Dienstag vor der Presse in der Haupstadt Asmara, das Problem der fälligen Steuern auf die 540 Tonnen Nahrungmittel sei gelöst. Das Ministerium selbst werde die Steuern übernehmen. Wenn die Nahrungsmittel noch nicht freigegeben seien, liege dies möglicherweise an unerledigten Zollformalitäten. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hatte berichtet, internationale Hilfsorganisationen hätten sich beschwert, dass ihre Hilfsgüter seit Anfang Juli im Hafen von Massawa blockiert seien.

Nach WFP-Angaben sehen die im Mai erlassenen neuen Gesetze nicht nur eine Besteuerung von Hilfsgütern vor. Die Arbeit von nichtstaatlichen Organisationen (NRO) werde durch eine erhöhte Berichtspflicht für internationale und lokale NRO-Tätigkeiten erschwert. Auch solle die Möglichkeit internationaler NRO eingeschränkt werden, lokale NRO direkt zu finanzieren.

Eritrea ist aufgrund jahrelanger Dürreperioden eines der am stärksten von ausländischer Nahrungsmittelhilfe abhängigen Länder der Welt. Rund zwei Drittel der 3,6 Millionen Menschen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.

Nach Angaben des Büros für Humanitäre Angelegenheiten der Vereinten Nationen (OCHA) sind Eritreas Perspektiven trotz wieder einsetzenden Regens nach fünf Jahre Dürre weiterhin düster. Die Getreidepreise stiegen weiter, und die Mangelernährung sei in weiten Teilen des Landes weiterhin erschreckend hoch. Drei bis vier Jahre lang ergiebige Niederschläge während der Regenzeit seien nötig, damit sich Landwirtschaft und Viehzucht erholen könnten.

 IRIN

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