
„Toleranz zwischen den Volksgruppen ist jetzt ganz besonders wichtig, damit ein gemeinsames burundisches Bewusstsein entstehen kann. Der neue Staatspräsident hat hier seine wichtigste Aufgabe“, sagte Uschi Eid. So könne der demokratische Neuanfang der letzte Schritt zum Frieden sein.
Pierre Nkurunziza, Führer der Hutu-Partei FDD/CNDD, war vor einer Woche mit 91,5 Prozent der Stimmen von Parlament und Senat zum ersten Staatspräsidenten nach fast vierjähriger Übergangsperiode gewählt worden. Er ist der erste demokratisch gewählte Staatschef seit 1993. Mit seiner Amtseinführung komme der Friedensprozess in dem zentralafrikanischen Land nach Jahren gewaltsam geführter Auseinandersetzungen zwischen Hutu-Mehrheit und Tutsi-Minderheit zu einem erfolgreichen Abschluss, so das BMZ.
Deutschland unterhält auf Grund seiner kolonialen Vergangenheit enge Beziehungen zu Burundi und unterstützt das Land in seinen Bemühungen um eine nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung. Als eines von wenigen Geberländern habe Deutschland kurzfristig die Entwicklungszusammenarbeit mit Burundi wieder aufgenommen, erklärte das BMZ. Ende des Jahres seien Verhandlungen beider Regierungen über die Perspektiven der gemeinsamen Entwicklungszusammenarbeit geplant.




