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BGR veröffentlicht Broschüre zur Speicherung von Wasser

bgrHannover. – Unregelmäßige Regenfälle und Dürren führen besonders in Afrika immer wieder zu Ernteausfällen und Hungersnöten. Allein in der Sahelzone werden derzeit Millionen von Menschen von einer Katastrophe bedroht. Diese Ereignisse könnten durch die Speicherung von Wasser in regenreichen Perioden verhindert werden. Eine neue Broschüre der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) soll in Zukunft dazu beitragen, in den betroffenen Regionen Projekte zur Wasserspeicherung zu realisieren.

Die  Veröffentlichung „Make a Profit out of Storage“ wird auf der Stockholmer Weltwasserwoche vom 26. bis 31. August in Schweden erstmals vorgestellt. „Die Speicherung von Wasser führt nicht nur zu einer größeren Verfügbarkeit von Wasserressourcen, sondern auch zu höheren wirtschaftlichen Einnahmen, besonders in der Landwirtschaft“, so Prof. Dr. Klaus Töpfer. Der ehemalige Bundesumweltminister und frühere Chef des UN-Umweltprogramms UNEP unterstützte die BGR mit einem Vorwort für die Broschüre.

Die Publikation ist der dritte Teil der Reihe „Managing the Water Buffer“, die mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und internationalen Partnern wie den niederländischen Beraterfirmen MetaMeta und Acacia Water entwickelt wurde. In der Veröffentlichung werden Methoden der Grundwasseranreicherung, der Wasserspeicherung und der Wiederverwendung vorgestellt.

Nachdem in den ersten beiden Ausgaben technische Aspekte der Wasserspeicherung in trockenen und feuchten Regionen behandelt wurden, verdeutlicht die dritte Ausgabe das ökonomische Potential. In 14 Beispielen von erfolgreichen Wasserspeicherungsprojekten weltweit werden die Investitionskosten dem Nutzen gegenübergestellt. „Wirtschaftliche Berechnungen zeigen, dass Ernährungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Ökologie nicht im Widerspruch zueinander stehen“, so Franca Schwarz, zuständige BGR-Fachbereichsleiterin für Internationale Zusammenarbeit.

So werden zum Beispiel Sanddämme in Kenia gebaut, um Grundwasser anzureichern. Dadurch steht zusätzliches Wasser zur Bewässerung in Dürreperioden zur Verfügung und garantiert damit die Produktion von Nahrungsmitteln und ein finanzielles Einkommen für die von der Landwirtschaft lebende Bevölkerung. Gleichzeitig profitieren Ökosysteme an Flüssen und in Feuchtgebieten von dem zusätzlichen Grundwasser.

Unterschiedliche Formen der Wasserspeicherung sind seit Jahrtausenden bekannt. Dennoch werden solche Projekte auch in Regionen mit stark schwankendem Wasserangebot selten umgesetzt, denn Politiker und Investoren schrecken vor den Investitionskosten zurück. „Der Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung solcher Projekte liegt in der Wirtschaftlichkeit. Die Broschüre macht deutlich, dass sich eine angepasste Speicherung von Wasser auch ökonomisch rechnet“, erklärte Klaus Töpfer.

Ernährungssicherheit rückte nach der dramatischen Hungersnot am Horn von Afrika im vergangenen Jahr in den Fokus der diesjährigen Stockholmer Weltwasserwoche unter dem Motto „Water for Food Security“. Neben einem starken Bevölkerungswachstum ist die lokale Bevölkerung in weiten Teilen Afrikas vor allem durch lange anhaltende Dürren von Hungersnöten bedroht. Der Klimawandel könnte die Situation noch weiter verschärfen.

www.bebuffered.com
www.bgr.bund.de

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