
„Ein wichtiges Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ist es daher, unsere Kooperationsländer darin zu unterstützen, Städte nachhaltig zu gestalten“, sagte Beerfeltz. „Wir wünschen uns funktionierende wie florierende Städte, die alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen berücksichtigen. Wer lebenswerte Städte will, muss zugleich mehr in ländliche Entwicklung und Ernährungssicherheit investieren, wie es Entwicklungsminister Niebel in Deutschland macht“, betonte Beerfeltz beim Runden Tisch der Minister.
Das World Urban Forum als weltweit bedeutendste Konferenz zum Thema nachhaltiger Siedlungs- und Stadtentwicklung versammelt fünf Tage lang unter dem Motto „The Urban Future“ entscheidende internationale öffentliche, private und zivilgesellschaftliche Akteure. Deutschland ist vertreten durch das federführende BMZ und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die jeweiligen Durchführungsorganisationen sowie Akteure aus deutschen Kommunen, Universitäten und der Wirtschaft. Ein gemeinsamer interaktiver Ausstellungsstand beider Ministerien sowie zahlreiche Beiträge zu Diskussionsveranstaltungen laden Experten und die interessierte Öffentlichkeit zum Dialog ein.
Hochrangige Expertenrunden geben wichtige Impulse für die zukünftige Zusammenarbeit und koordiniertes Handeln rund um städtische Entwicklung. So wird im Zuge des World Urban Forums nach zweijähriger Vorbereitungszeit gemeinsam von UN Habitat Exekutivdirektor Dr. Joan Clos und BMZ Staatsekretär Beerfeltz das „Globale Netzwerk für sichere Städte“ aus der Taufe gehoben. Dieses Netzwerk soll weltweite Erfahrungen, auch deutscher Kommunen, bündeln, und Partnern zugänglich machen.
Mit dem neuen Jahrtausend ist das Zeitalter der Städte angebrochen. Zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte lebt die Mehrheit der Weltbevölkerung in Städten. Das urbane Wachstum konzentriere sich fast ausschließlich in Entwicklungsländern, betonte das BMZ. Vor allem in Asien und Afrika entwickeln sich „Megacities“. Städtische Ballungsräume stellen das Lebensumfeld der Zukunft dar.
Die rapide Urbanisierung stellt die Verantwortlichen vor enorme Herausforderungen wie städtische Armut, Ressourcenmangel und Umweltverschmutzung. Gleichzeitig bieten Städte große Entwicklungschancen – sie sind Zentren für Innovation, Bildung und Beschäftigung, für lokale Selbstbestimmung und demokratische Meinungsvielfalt. Die deutsche Entwicklungspolitik unterstützt ihre Kooperationsländer in der Nutzung dieser Potenziale, vor allem aber darin, die Lebensbedingungen der armen Stadtbevölkerung zu verbessern.




