
„Die Regierungen geben weltweit zu wenig Geld für die Alphabetisierung aus, obwohl Bildung ein Menschenrecht ist“, kritisierte Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission. Die Weltgemeinschaft habe sich im Jahr 2000 auf dem Weltbildungsforum in Dakar verpflichtet, die Situation global zu verbessern. „Schreiben und Lesen sind der Schlüssel, um aus der Armut herauszukommen“, so Bernecker.
Der Welttag steht in diesem Jahr unter dem Thema „Alphabetisierung und Frieden“. Bewaffnete Konflikte sind ein Grund für die weltweit hohe Zahl an Analphabeten. Sie binden nicht nur Geld für Militär statt für Bildung, sie verringern auch ökonomisches Wachstum, führen zu größerer Armut und zerstören Infrastruktur.
Um die Alphabetisierung voranzubringen, haben die Vereinten Nationen von 2003 bis 2012 die Weltdekade der Alphabetisierung ausgerufen und der UNESCO die Federführung übertragen. Ihren Abschlussbericht mit der Evaluierung der weltweiten Aktivitäten wird die UNESCO 2013 der UN-Vollversammlung in New York vorlegen.




