Start / Entwicklung / Menschenrechte / Friedenspreis für Geneva Call-Präsidentin

Friedenspreis für Geneva Call-Präsidentin

genevacall_100Frankfurt. – Das Kuratorium Hessischer Friedenspreis verleiht am 28. September den mit 25.000 Euro dotierten Hessischen Friedenspreis 2012 an die Präsidentin der Organisation „Geneva Call“, Elisabeth Decrey-Warner. Geneva Call ist eine humanitäre Organisation, die auf bewaffnete nichtstaatliche Akteure wie Guerillabewegungen oder Warlords zugeht und sie zur Einhaltung der Menschenrechte und des Völkerrechts verpflichtet.  

Die Laudatio bei der Verleihung des Hessischen Friedenspreises wird der Geschäftsführer von medico international, Thomas Gebauer, halten: „Ich freue mich, weil der Preis an eine Frau geht, die sich auf eindrucksvolle Weise um den Frieden in der Welt verdient gemacht hat“, sagte Gebauer. „Ihre Kreativität, Wagemut und Beharrlichkeit haben mich tief beeindruckt. Die Bedeutung des friedenspolitischen Engagements von Frau Decrey-Warner und des Geneva Call kann gar nicht hoch genug geschätzt werden.“

Elisabeth Warner und Thomas Gebauer arbeiten seit Mitte der 90er Jahre zusammen. Damals engagierten sich beide gemeinsam in der Internationalen Kampagne zur Ächtung von Landminen, aus der „Geneva Call“ hervorging. Der Organisation, so Gebauer, sei es auf eindruckvolle Weise gelungen, auch nichtstaatliche bewaffnete Akteure wie Befreiungsbewegungen, Rebellen, Separatisten oder Warlords zum Schutz von Zivilisten und zur Respektierung humanitärer Prinzipen förmlich zu verpflichten. Darin liege eine Antwort auf sich in der Welt ändernde Gewaltverhältnisse, die von einer allgemeinen Informalisierung gekennzeichnet seien.

„Während die Kriegsforschung die neuen Kriege noch theoretisch zu erfassen versuchte, hatte sich Elisabeth Decrey-Warner bereits auf den Weg gemacht, um daraus die praktischen Konsequenzen zu ziehen. Sie suchte das Gespräch mit somalischen Clanchefs, kurdischen Peschmergas, afghanischen Warlords, philippinischen Freischärlern oder kolumbianischen Guerilleros. Immer mit der Absicht, diese davon zu überzeugen, dass auch bei bewaffnet ausgetragenen Feindseligkeiten nicht jedes Mittel erlaubt ist und insbesondere Zivilisten einen besonderen Schutz genießen“, erklärte Gebauer.

Die Verleihung des Hessischen Friedenspreises findet am Freitag, 28. September, um 11 Uhr im Musiksaal des Hessischen Landtags in Wiesbaden statt.

www.genevacall.org
www.medico.de

Login

Neue Jobs bei epojobs.eu

Bannerwerbung

GNE Banner
GNE Banner

Newsletter abonnieren!

Subscription Form

Events

Anstehende Events

Tags

Afrika Armut Bildung BMZ Brasilien CO2 Coronavirus Deutschland Entwicklungsfinanzierung Entwicklungshilfe Entwicklungspolitik Entwicklungszusammenarbeit Ernährung Europäische Union EZ Fairer Handel Flüchtlinge Gesundheit Humanitäre Hilfe Hunger Jemen Katastrophen Kinder Klimagipfel Klimakrise Klimaschutz Kolumbien Konflikte Kriege und Konflikte Landwirtschaft Medien Menschenrechte Migration Nachhaltigkeit News Nothilfe Oxfam Pressefreiheit Sudan Syrien Umwelt UNO USA Wahlen Weltwirtschaft