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Das Katastrophenrisiko steigt

beh_200Berlin. – Anlässlich des Internationalen Tags der Katastrophenvorsorge fordert das Bündnis Entwicklung Hilft einen radikalen Ausbau der weltweiten Katastrophenvorsorge: „Nicht allein die Nothilfe im Katastrophenfall ist wichtig, genauso bedeutend müssen die Katastrophenvorsorge und die Bewältigungsstrategien für den Katastrophenfall werden. Hier liegen weltweit erhebliche Mängel vor“, erklärte Geschäftsführer Peter Mucke.

In der Dekade 2002 bis 2011 wurden 4.130 Katastrophen gezählt, mehr als eine Million Tote und ein wirtschaftlicher Schaden von mindestens 1,195 Billionen US-Dollar sind zu beklagen. Durch die Eingriffe des Menschen in die Natur wie etwa die Übernutzung von Land, die Abholzung von Wäldern und Küstenvegetation, die Zerstörung von Korallenriffen oder die Begradigung von Flüssen werden Katastrophen in zunehmendem Maße verschärft.

„Mit dem fortschreitenden Klimawandel wird das Katastrophenrisiko mit Sicherheit weiter steigen. Politisches Handeln ist daher dringend erforderlich, wie beispielsweise die Berücksichtigung von Katastrophenrisiken bei Entwicklungsplanungen, Baustandards und Investitionsplanungen. Alle Menschen müssen zukünftig ein Recht auf Katastrophenschutz haben“, fordert Mucke.

Das Bündnis analysiert in seinem jährlich veröffentlichten WeltRisikoBericht die Verletzbarkeit von Gesellschaften durch extreme Naturgewalten wie Erdbeben, Stürme und Dürren über einen Index für 173 Länder. Dabei werden die sozialen, wirtschaftlichen und institutionellen Bedingungen erfasst. „Die jeweilige Ernährungssituation, die öffentliche Infrastruktur, die medizinische Versorgung, die Regierungsführung, das Bildungsniveau und der Zustand der Umwelt sind entscheidend für das Katastrophenrisiko bei extremen Naturgefahren. Konkrete Fortschritte und Verbesserungen in diesen Kriterien wären aktive Katastrophenvorsorge“, so Mucke.

Das Konzept des Bündnis Entwicklung Hilft ist es, Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit gemeinsam zu denken und in der Praxis enger zu verknüpfen. Dies leisten die Bündnis-Mitglieder Brot für die Welt, medico international, Misereor, terre des hommes und Welthungerhilfe in der praktischen Arbeit vor Ort und durch Informations- und Lobbyarbeit.s

www.entwicklung-hilft.de

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