
„Diese Entwicklung ist äußerst erfreulich“, erklärte Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung. „Die neuen Zahlen bestätigen: Investitionen in Präventionsprogramme zahlen sich aus. Mit Aufklärung und Verhütung lässt sich die Aids-Epidemie eindämmen und Leben können gerettet werden.“ So habe beispielsweise in Malawi, Botswana und Äthiopien der Anteil der Neuinfektionen seit 2001 um mehr als 50 Prozent gesenkt werden können. Weltweit leben 34 Millionen Menschen mit der Krankheit.
Trotz der Erfolge finden noch immer weltweit sieben von zehn Neuinfektionen in Afrika südlich der Sahara statt. Mit einem Anteil von 58 Prozent an den Infizierten sind Frauen hier besonders betroffen. „Da dort viele Frauen aufgrund ihrer gesellschaftlich geringen Stellung die Verwendung von Kondomen nicht durchsetzen können, bräuchten sie außerdem Mittel, die sie unabhängig von der Zustimmung des Mannes anwenden können – wie etwa Mikrobizide“, sagte Renate Bähr.
Auch Aids-Impfstoffe, selbst mit partieller Wirksamkeit, wären ein zentrales Instrument im Kampf gegen Aids, so die Stiftung Weltbevölkerung. Bähr appellierte an die Bundesregierung, „verstärkt in die Erforschung und Entwicklung von Aids-Präventionsmethoden zu investieren und einen fairen Anteil Deutschlands für den Globalen Fonds langfristig sicherzustellen.“



