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Studie zur Wertschöpfungskette von Mobiltelefonen

suedwind_mobiltelef_klSiegburg. – Nach den Studien zu Schokolade und Bananen hat das SÜDWIND-Institut in Siegburg in einer neuen Studie die Wertschöpfungskette von Mobiltelefonen unter die Lupe genommen. Sie reicht vom Abbau der Erze in Minen über die Verarbeitung der Metalle zu einzelnen Komponenten bis hin zur Fertigung der Endgeräte, deren Verkauf und deren Entsorgung. Dabei zeigt sich, dass es auch in der Produktionskette von Mobiltelefonen große Missstände gibt, die dringend behoben werden müssen.

Bereits vor mehr als zehn Jahren wurden der Abbau und der Handel mit einem Metall namens Tantal, das in jedem Mobiltelefon zu finden ist, mit der Finanzierung des Krieges im Osten des Kongos in Verbindung gebracht. „Doch auch bei der Förderung von Metallen wie Kupfer oder Aluminium gibt es große Probleme“, konstatiert der Autor der Studie, Friedel Hütz-Adams. „Besonders schlecht sind die Bedingungen beim Abbau von Kobalt, ohne das die derzeit verwendeten Akkus der Mobiltelefone nicht funktionieren würden.“

Die Probleme liegen SÜDWIND zufolge jedoch nicht nur im Rohstoffabbau und -handel. Zurzeit stünden insbesondere die Marktführer Apple und Samsung wegen der Arbeitsbedingungen in ihren Zulieferbetrieben, wie der chinesischen Fabrik Foxconn, in der Kritik. „Doch auch die anderen Hersteller kaufen größtenteils Komponenten oder fertige Mobiltelefone, die unter den gleichen Bedingungen hergestellt wurden wie die Produkte der Marktführer“, so Friedel Hütz-Adams.

Die Hersteller der Mobiltelefone verweisen hinsichtlich der Kritik auf komplexe Beschaffungsketten. Doch die lange Wertschöpfungskette entlasse die Unternehmen nicht aus der Verantwortung für ihre Zulieferer, erklärt SÜDWIND. Bei der Analyse zeige sich, dass mit den verschiedenen Produktionsstufen, den Netzbetreibern und auch den Kundinnen und Kunden unterschiedliche Instanzen für die Behebung der Missstände mitverantwortlich seien. Letztendlich müssten alle Beteiligten der Wertschöpfungskette zusammenarbeiten, um die Herstellungsbedingungen nachhaltig zu verbessern.

Die Studie steht auf www.suedwind-institut.de zum Download bereit oder kann bei SÜDWIND zum Preis von 5 Euro bestellt werden: info@suedwind-institut.de

www.suedwind-institut.de

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