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UNICEF fordert mehr Hilfe für HIV-positive Kinder

unicef_neu_150Köln. – Anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember hat UNICEF dazu aufgerufen, alle Kräfte zu bündeln, um eine Generation ohne Aids zu ermöglichen. Die Chancen dazu stünden so gut wie nie zuvor. Dazu müsse vor allem die Behandlung von Schwangeren und Kindern verbessert werden. Dank großer weltweiter Anstrengungen gelang es laut UNICEF, die Zahl der Neuinfektionen bei Kindern um fast ein Viertel zu reduzieren – von 430.000 in 2009 auf 330.000 im Jahr 2011.

Die Zahl der Kinder, die mit antiretroviralen Medikamenten behandelt werden, hat sich UNICEF zufolge um 100.000 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Doch immer noch erhält nicht einmal ein Drittel aller HIV-infizierten Kinder und schwangeren Frauen die Behandlung, die sie benötigen. Das ist deutlich weniger als beim Durchschnitt der erwachsenen Patienten, die immerhin zu 54 Prozent medizinische Hilfe erhalten.

„Es ist nicht hinnehmbar, dass Kinder, die mit dem HI-Virus geboren werden, nur eine halb so große Chance auf Behandlung haben wie erwachsene Patienten“, sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Es muss noch mehr getan werden, damit HIV-infizierte Mütter und Kinder nicht an den Folgen von Aids erkranken. Schwangere und Kinder müssen überall Zugang zu HIV-Tests im Rahmen einer Basisgesundheitsversorgung erhalten.“

Wenn HIV-positive schwangere Frauen medizinisch behandelt werden, helfe dies nicht nur, ihre eigene Gesundheit zu erhalten, sondern es verhindere auch die Übertragung des Virus auf das Baby während der Schwangerschaft und des Stillens, so UNICEF. „Das Ziel, dass die nächste Generation ohne Aids aufwachsen kann, war noch nie so nah“, erklärte das UN-Kinderhilfswerk. Die Eliminierung der Mutter-Kind-Übertragung sei dafür ein entscheidender Baustein.

UNICEF setzt sich weltweit mit seinen Partnern dafür ein, neue HIV-Infektionen unter Kindern zu verhindern. Ziel ist es, bis 2015 die Zahl der Kinder, die vor, während oder nach der Geburt mit HIV infiziert werden, um 90 Prozent zu senken.

www.unicef.de

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