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Personalrat kritisiert Niebels Personalpolitik

bmz 100Berlin. – Die Personalpolitik im FDP-geführten Entwicklungsministerium ist erneut in die Kritik geraten. Aktuellen Zeitungsberichten zufolge hat sich der Personalrat im Dezember in einem Brief an die Mitarbeiter über „überfallartige Umsetzungen“ und mangelnde Ausschreibungen beispielsweise bei der Neubesetzung von Referatsleitungen beschwert.

Wie die Frankfurter Rundschau und der Kölner Stadt-Anzeiger am Donnerstag berichteten, hatte der Vorsitzende des Personalrats, Karl-Heinz Schott, in seinem Brief vom 14. Dezember von „überfallartigen Umsetzungen von Referatsleitungen“ berichtet. „Neun der neubesetzten Referatsleitungen waren nicht hausintern ausgeschrieben“, habe Schott geklagt. Zahlreiche Umsetzungen seien gegen den Willen der Betroffenen erfolgt und oft innerhalb von zwei Wochen durchgezogen worden. Ein derartiger Umgangsstil sei in der Geschichte des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) „beispiellos“.

Der Personalrat kritisierte den Zeitungsberichten zufolge zudem, viele personelle Umbesetzungen seien zum falschen Zeitpunkt erfolgt: „Seit Anfang 2011 gab es 102 Neueinstellungen und 46 zusätzliche Auslandsposten. Dies ist nicht der richtige Zeitpunkt, durch zusätzliche Umsetzungen die Belastbarkeit der Fachlichkeit des Hauses weiter zu prüfen“, zitiert der Kölner Stadt-Anzeiger aus dem Brief.

Die Personalpolitik von Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) stieß wiederholt auf heftige Kritik. Der entwicklungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sascha Raabe, sprach in diesem Zusammenhang von einer „skandalösen Vetternwirtschaft im Entwicklungsministerium“.

Siehe auch:
Harsche Kritik an Personalpolitik des BMZ

www.bmz.de

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