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Hilfe für ausgegrenzte Frauen in Äthiopien

bmz 100Berlin. – Äthiopien ist eines der ärmsten Länder der Welt und wird immer wieder von Dürren heimgesucht. Vor allem Frauen und ihren Kindern am Rande der Gesellschaft fehlt es an Widerstandsfähigkeit gegen Nahrungsmittelkrisen. Genau hier setzt ein Projekt an, das nun gemeinsam von Entwicklungsministerium, Kindernothilfe und der Stiftung des Unternehmers Manfred Lautenschläger ins Leben gerufen wurde: 10.000 besonders ausgegrenzte Frauen werden im Rahmen von Selbsthilfegruppen unterstützt und angeleitet, sich eine eigene wirtschaftliche Existenz aufzubauen.

„Das Projekt greift Frauen unter die Arme, die von der Gemeinschaft fast vergessen sind, und holt sie zurück in die Mitte“, erklärte Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP). „Davon profitieren nicht nur die Frauen und ihre Familien selbst – sondern am Ende auch das Gemeinwesen. Der Familienbetrieb ist die Keimzelle für wirtschaftliche Entwicklung – und ich freue mich, dass dieses Vorhaben zusammen mit der Kindernothilfe und der Manfred-Lautenschläger-Stiftung nun in die Tat umgesetzt werden kann. Das Projekt ist ein gelungenes Beispiel für die konstruktive Zusammenarbeit von BMZ, Zivilgesellschaft und Wirtschaft.“

Zielgruppe sind nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Frauen am Rande der Gesellschaft in solchen Regionen Äthiopiens, die besonders anfällig für Dürren sind. Die ausgewählten Frauen treffen sich einmal in der Woche und sparen regelmäßig einen kleinen Betrag. Aus diesen Ersparnissen erhalten sie niedrig verzinste Kredite für den Aufbau beispielsweise eines kleinen Geschäfts.

Das zusätzliche Einkommen, so das BMZ, soll es den Frauen ermöglichen, besser für sich und ihre Familien zu sorgen, ihre Kinder regelmäßig zur Schule zu schicken und im Krankheitsfall für angemessene medizinische Versorgung zu sorgen. Die Ersparnisse der Gruppen sollen durch die regelmäßigen Einzahlungen und die Zinserträge wachsen und so für ein finanzielles Polster in künftigen Krisenzeiten sorgen.

„Das Projekt richtet sich zunächst an Frauen – es profitieren aber vor allem auch ihre Kinder: Wenn man weiß, dass jede dieser Frauen im Schnitt fünf bis sechs Kinder hat, dann wird klar, welches Potenzial dieses Projekt entfalten kann. Wir wollen Müttern die Chance geben, sich und ihren Kindern eine Perspektive für eine bessere Zukunft zu schaffen – aus eigener Kraft“, sagte Jürgen Thiesbonenkamp, Vorstandsmitglied des Projektträgers, der Kindernothilfe.

„Kinder sind die Hoffnung einer jeden Gesellschaft – das gilt auch für ein so armes Land wie Äthiopien. Wir engagieren uns schon seit Jahren in der Region – und ich würde mich freuen, wenn auch dieses Vorhaben einen Beitrag leisten kann, die Situation vieler Familien langfristig und nachhaltig zu verbessern“, so der Unternehmer Manfred Lautenschläger, Gründer der gleichnamigen Stiftung.

Das Projekt läuft laut BMZ zunächst bis Ende 2015 und wird zu 75 Prozent vom BMZ finanziert. Für die Finanzierung der übrigen 25 Prozent spendet die Manfred-Lautenschläger-Stiftung der Kindernothilfe rund 167.000 Euro.

www.bmz.de
www.kindernothilfe.de

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