
So rekrutiere die Bundeswehr entgegen der Aufforderung des UN-Ausschusses für die Rechte des Kindes beispielsweise noch immer minderjährige Freiwillige, heißt es in dem Bericht. Ehemalige Kindersoldaten, die nach Deutschland geflohen sind, erhielten vielfach keinen sicheren Aufenthaltsstatus und keine ausreichende Unterstützung, und auch bei der Kontrolle und Einschränkung von Waffenexporten bestehe dringender Handlungsbedarf.
Im Januar 2014 findet die Anhörung Deutschlands vor dem UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes in Genf zur derzeitigen Umsetzung statt. Für diesen Zweck hat das Bündnis Kindersoldaten den Schattenbericht erstellt.
Weltweit werden nach Angaben des Bündnisses Kindersoldaten mehr als 250.000 Mädchen und Jungen in bewaffneten Konflikten als Kindersoldaten eingesetzt. Sie fungieren als Bote, Spione oder Träger und kämpfen vielfach auch selbst an der Waffe. Jedes Jahr machen am 12. Februar, dem Welttag gegen den Einsatz von Kindersoldaten, viele Menschen in Deutschland und weltweit mit dem Symbol der roten Hand auf dieses Problem aufmerksam. Im nun veröffentlichten Schattenbericht deckt das Deutsche Bündnis Kindersoldaten Defizite bei der Erfüllung deutscher internationaler Verpflichtungen auf.
Angesichts der Überschwemmung der Welt mit Kleinwaffen fordert das Bündnis Kindersoldaten für Deutschland eine gesetzliche Regelung, die Waffenexporte in Konfliktregionen und an Staaten, die Menschenrechte verletzen und Kindersoldaten rekrutieren, verbietet. Dies hat auch der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes in seinen Empfehlungen an Deutschland formuliert.
Schattenbericht Kindersoldaten 2013 (PDF) zum Download
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