
„Schutz vor Gewalt ist Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung. Deshalb müssen Themen wie Prävention, Opferschutz und Täterbestrafung in den globalen Entwicklungszielen nach 2015 berücksichtigt werden“, erklärte die stellvertretende VENRO-Vorstandsvorsitzende Prof. Christa Randzio-Plath. Zudem müssten verstärkt Maßnahmen zur Überwindung struktureller Gewalt wie bei der Diskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt durchgeführt werden.
„Gewalt gegen Frauen in Entwicklungsländern hat vergleichbare Ursachen wie in Europa. Frauen werden immer noch gering geschätzt, ihre Rolle in der Gesellschaft wird stärker von Traditionen und Vorurteilen bestimmt als die der Männer und häufig verweigern Kasten, Heiratsregeln, Traditionen und Religionen Frauen das Recht auf Selbstbestimmung“, betonte Randzio-Plath.
Weltweit wird eine von drei Frauen im Laufe ihres Lebens Opfer physischer oder sexueller Gewalt. Im Jahr 2008 hatte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon deshalb die Kampagne „Vereint zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen“ gestartet, die Menschen und Regierungen weltweit auffordert, gemeinsam die alltägliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu stoppen.




