
„Ich war wütend über die Gewalt gegen Frauen, die unsensible Darstellung in den Medien und die Untätigkeit von Politikern und Hilfsorganisationen“, erklärt Monika Hauser, Gründerin von medica mondiale, anlässlich des Jubiläums ihrer Organisation. „Mir war damals nicht im Mindesten klar, dass daraus in den folgenden 20 Jahren eine international agierende und anerkannte Frauenrechtsorganisation entstehen würde.“
Im Kosovo, in Albanien, Afghanistan und Liberia hat medica mondiale mittlerweile weitere Projekte für Frauen und Mädchen aufgebaut, die sexualisierte Gewalt in Kriegs- und Krisengebieten überlebt haben. Mit ihren Projekteförderungen leistet die Frauenrechtsorganisation zusätzlich in Konfliktländern wie der DR Kongo, Burundi, Ruanda und Uganda unverzichtbare Arbeit für von Gewalt betroffene Frauen. Mehr als 100.000 Frauen und Mädchen hat medica mondiale bis heute unterstützt – medizinisch, psychosozial, rechtlich, durch Alphabetisierungskurse, Fortbildungen oder berufliche Perspektiven.
Mit Kampagnen, Protestaktionen, Fotoausstellungen und Vorträgen informiert medica mondiale zudem über sexualisierte Gewalt im Krieg, ihre Hintergründe und Auswirkungen. Außerdem hat die Organisation immer wieder Studien und Dokumentationen veröffentlicht und sich so als Expertin auf dem Gebiet der Geschlechtergerechtigkeit etabliert. Handlungsfelder der Aufklärungsarbeit von medica mondiale sind: mehr juristische Gerechtigkeit für Frauen, Sensibilität im Umgang mit Traumatisierungen und ein entschiedeneres Eintreten politischer Entscheidungsträger im Kampf gegen Gewalt.
2008 wurde die Gründerin der Organisation, Monika Hauser, mit dem Right Livelihood Award, dem Alternativen Nobelpreis, ausgezeichnet. Für ihren herausragenden Einsatz erhielt sie in November 2012 den Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen.
Foto: Dr. Monika Hauser, Gründerin und geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Organisation „medica mondiale“ © Ute Behrend/medica mondiale
www.medicamondiale.org




