
Laut Riedke wurden zahlreiche Schulen gebaut, Brücken errichtet, Straßen befestigt und Brunnen gebohrt. „Vor allem die ländliche Bevölkerung, die bisher von der Regierung in der Hauptstadt vernachlässigt wurde, merkt, dass es vorangeht“, sagte Riedke. „Blühende Landschaften kann jedoch niemand von heute auf morgen erwarten.“
Afghanistan ist nach fünf afrikanischen Staaten das sechstärmste Land der Welt. Nur 17 Prozent der Gesamtfläche ist überhaupt landwirtschaftlich nutzbar, sieben Prozent nur durch Bewässerung. Nur 28,7 Prozent der Afghanen über 15 Jahre können lesen und schreiben. Fast 80 Prozent der 6900 Schulen des Landes wurden durch den Krieg zerstört.
Im Norden und Osten Afghanistans hat die Welthungerhilfe im Jahr 2005 nach eigenen Angaben Projekte im Umfang von sechs Millionen Euro mit 15 Auslandsmitarbeitern und 500 einheimischen Mitarbeitern begonnen. Zum Programm gehören zahlreiche Wasserprojekte sowie ein Projekt zur Gewinnung von Rosenöl.
Die Organisation unterstützt die Bildung von Gemeinderäten und hilft beim Bau der am dringendsten benötigten Infrastruktur wie Brunnen. Außerdem berät sie im Rahmen des DDR-Programms (Disarmament, Demobilisation and Re-integration) ehemalige Kämpfer, die sich eine neue Existenz in der Landwirtschaft aufbauen wollen.




