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„Guluwalk“ gegen Einsatz von Kindersoldaten

guluBerlin. – Ein breites Bündnis von Menschenrechts- und Friedensgruppen, Künstlern, Migranten und allen voran Schülerinnen und Schülern will öffentlich auf den noch immer massiven Einsatz von Kindersoldaten in aller Welt hinweisen. Sie rufen dazu auf, am 25. Mai in Berlin mit dem „Guluwalk“ gegen diesen Missbrauch von Kindern zu protestieren.

Gulu ist eine Stadt im Norden Ugandas. Der Bürgerkrieg führte dort zur zehntausendfachen Entführung von Kindern durch die Rebellenarmee der Lord’s Resistance Army, um sie zu Soldaten zu machen. Deshalb gingen sie im Jahr 2005 erstmals auf die Straße, um auf sich und ihre schlimme Lage aufmerksam zu machen. Unterstützer weltweit machten sich ihr Anliegen zu eigen. Mittlerweile gehen in über 100 Städten u.a. in den USA, Japan, Frankreich, Kanada und Deutschland Tausende auf die Straße. Zum vierten Mal auch in Berlin.

Schätzungsweise zwei Millionen Kinder sind in den vergangenen zehn Jahren in Kriegen ums Leben gekommen. Wohl eine der schlimmsten Auswüchse der Gewalt gegen Kinder ist es, sie selbst zum Töten zu zwingen. Laut UNESCO werden weltweit über 250.000 Kindersoldaten in Regierungs- und Rebellenarmeen ihrer Kindheit beraubt.

Dies ist nicht nur ein afrikanisches Phänomen. Kindersoldaten gibt es neben afrikanischen Staaten wie Mali, der Zentralafrikanischen Republik, Sudan (Nord und Süd), Uganda oder der Demokratischen Republik Kongo auch in Ländern wie Myanmar, Afghanistan, Pakistan, Nepal, den Philippinen, Sri Lanka, Thailand, Kolumbien, Indien, Jemen, Irak und Israel/Palästina. Die Anzahl der Länder und deren regionale Aufteilung zeigen, dass es sich um ein dringliches, weltweites und kulturunabhängiges Problem handelt.

Den betroffenen Kindern möchten die Veranstalter des Guluwalks ihre Solidarität ausdrücken. Den beteiligten Regierungen und Gruppen soll ein Zeichen gegeben werden, dass ihr Verhalten nicht toleriert wird. An die Bundesregierung geht die Forderung, Kindersoldaten Asyl zu gewähren. Der Waffenhandel mit zweifelhaften Gruppen und Regierungen müsse verboten werden. Darüber hinaus unterstützt und initiiert der Guluwalk viele Projekte, um heimkehrenden Kindersoldaten im schwierigen Reintegrationsprozess zu helfen, damit sie eine Zukunft ohne Gewalt aufbauen können.

www.guluwalk-berlin.de

 

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