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UN fordern globales Handeln zur Bekämpfung von Dürre

unccdBonn. – UN Generalsekretär Ban Ki Moon hat eine kollektive globale Antwort auf das Problem der Dürre und einen Wandel weg von reinem Krisenmanagement hin zu Maßnahmen der Vorbeugung und der Widerstandsfähigkeit gegen Dürre gefordert. Die Kosten von vorbeugenden Maßnahmen seien minimal im Vergleich zu jenen der Katastrophenhilfe, sagte Ban anlässlich des Internationalen Tages zur Bekämpfung der Desertifikation am 17. Juni.

Generalsekretär Ban hielt fest, dass Dürren entschärft werden könnten und forderte die volle Umsetzung der Ergebnisse des hochrangigen Treffens zu nationalen Dürrepolitik, welches im März in Genf stattgefunden hatte. Des Weiteren forderte er die Implementierung des Abkommens zu Vermeidung und Ausgleich von Bodenerosion, das im letzten Jahr auf der Rio+20 Konferenz für nachhaltige Entwicklung beschlossen wurde.

Bans Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Folgen von Dürre wieder schmerzlich zu spüren sind. Die in den USA tobenden Waldbrände sind eine Folge der Dürre im letzten Jahr und die ausgedehntesten seit den 1950er Jahren. Letzten Monat erklärte Namibia den nationalen Ausnahmezustand aufgrund von Dürre, da die Nahrungsmittelversorgung für 14 Prozent der Bevölkerung nicht mehr sichergestellt ist.

In der letzten Woche bat der UN Regional-Koordinator für humanitäre Hilfe in der Sahelzone, Robert Piper, um dringende Hilfe bei der Bekämpfung der andauernden Nahrungsmittel- und Ernährungskrise, die in der westafrikanischen Sahelzone wieder ausgebrochen ist. Zur Zeit ist die Nahrungsmittelversorgung von über 11,4 Millionen Menschen nicht sichergestellt.

Die Aufforderung von Ban wird von Luc Gnacadja, dem Exekutivsekretär des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Desertifikationsbekämpfung (UNCCD) gestützt. Das Übereinkommen hat die Aufgabe, bei den globalen Anstrengungen zur Entschärfung von Dürre und Bekämpfung von Desertifikation und Bodenerosion die Führung zu übernehmen. „Seit mehr als drei Jahrzehnten ist die internationale Gemeinschaft nun schon mit den Folgen von Dürre und den Abhilfeversuchen befasst. Immernoch überwiegt jedoch die Katastrophenhilfe. In den meisten Fällen kommt die Hilfe aber zu spät. Bislang gibt es nur ein Land der Erde mit einer umfassenden nationalen Dürrepolitik“, sagte Gnacadja. „Wenn wir heute in unsere Widerstandkraft investieren, so stellen die heutigen Kosten nur einen Bruchteil der Kosten einer Katastrophenhilfe von morgen dar. Der Nutzen ist jedoch um ein vielfaches größer. Eine Weltgemeinschaft zu werden, die gegen Dürren widerstandsfähig ist, ist nicht nur möglich und bezahlbar, sondern es ist unsere erste und einzige Option“, unterstrich er.

Als Beispiel führte Gnacadja die Erfolge von Batodi an, einem Dorf im Niger, in dem 5 Millionen Hektar Land durch Agroforstwirtschaft wieder nutzbar gemacht worden seien. Dies habe zur Folge, dass der Grundwasserspiegel um 14 Meter gestiegen sei. „Die von der Dürre am meisten betroffenen Gemeinden sehen nicht nur zu, sondern gehen bei der Bekämpfung von Dürre und Wasserknappheit voran“, sagte Gnacadja.

www.unccd.int

 

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