
Nach den Überschwemmungen im Nordwesten Chinas und im Osten Russlands mussten Hunderttausende Menschen vor den Wassermassen fliehen. In dieser Region fielen der Caritas zufolge so viele Niederschläge wie seit 50 Jahren nicht mehr. Mehr als 600 Menschen sind in den Fluten ums Leben gekommen, Hunderte werden noch vermisst. Nach staatlichen Angaben wurden allein in China 100.000 Häuser zerstört.
Das internationale Caritas-Netzwerk hilft in der Region. In Chabarowsk im äußersten Osten Russlands sind beispielsweise auch Caritas-Helfer aus Argentinien, Brasilien und Peru im Einsatz.
In Indien und Pakistan haben heftige Monsunregenfälle ebenfalls schwere Überschwemmungen ausgelöst. Seit der Jahrhundertflut vor drei Jahren ist Caritas international mit einem eigenen Büro in Pakistan vertreten und engagiert sich vor allem in der Fluthilfe und Katastrophenvorsorge.
„Uns besorgt die Häufung von schweren Überschwemmungen“, sagte Reinhard Würkner, Leiter des Referats Asien bei Caritas international, „es sind nicht mehr nur die klassischen Monsun-Gebiete betroffen, sondern auch Regionen abseits der bekannten Katastrophengebiete.“
Erst Anfang August hatte die Weltbank eine Studie veröffentlicht, nach der die finanziellen Schäden durch Flutkatastrophen in der Folge des Klimawandels weiter stark zunehmen werden. Die Organisation rechnet bis 2050 mit einem Anstieg der jährlichen Kosten weltweit auf etwa 750 Milliarden Euro. Als Leidtragende sieht die Weltbank vor allem arme Länder, denen die finanziellen Mittel für die Katastrophenvorsorge oftmals fehlen.
Für die Katastrophenhilfe in den betroffenen Gebieten ruft Caritas international zu Spenden auf.



