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Bonn wird Sitz des „Globalen Mechanismus“





unccd 141Berlin. – Der sogenannte „Globale Mechanismus“ der Wüstenkonvention der Vereinten Nationen kommt nach Bonn. Bei einem Treffen in Windhuk (Namibia) haben die Mitgliedsstaaten der Wüstenkonvention die Verlagerung des Sitzes von Rom in die Bundesstadt beschlossen. Damit werde der Standort Bonn für globale Fragen der Nachhaltigkeit und Entwicklung weiter ausgebaut, erklärte BMZ-Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz.

Der 1997 gegründete Globale Mechanismus ist eine dem in Bonn ansässigen UN Sekretariat zur Wüstenbekämpfung (UNCCD) angegliederte Einrichtung. Er hat zum Ziel, existierende und innovative Finanzierungsmechanismen für die Umsetzung der Konvention zu erschließen.

„Der internationale Standort Bonn hat ein weiteres Mal mit seinen Vorzügen gepunktet“, sagte Beerfeltz. „Bonn ist ein zentraler Knotenpunkt in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit.“ Die Arbeit des Globalen Mechanismus in Bonn fördert das BMZ über seine Beiträge zum Wüstensekretariat hinaus mit jährlich 100.000 Euro.

„Zusammen mit den jährlich gut 1,6 Millionen Euro, die das BMZ für das Sekretariat der Wüstenkonvention bereitstellt, schaffen wir hier eine solide Basis für effektives Arbeiten in Bonn“, so Beerfeltz. „Der ‚Globale Mechanismus‘ kann seine Arbeit in Bonn noch wirksamer umsetzen, weil hier ohnehin das Wüstensekretariat und das Klimasekretariat angesiedelt sind. Durch die Zusammenarbeit dieser zentralen Institutionen können wir die fortschreitende Landdegradierung noch besser bekämpfen. Gerade die Länder in Afrika leiden besonders unter den zunehmenden Dürren und es ist wichtig, Antworten zu finden, wie man die Prozesse stoppen oder sich ihnen anpassen kann. Letztlich hängen davon auch unsere Bemühungen zur Armutsbekämpfung, Ernährungssicherung und internationalen Stabilität ab.“

„Eine starke Wüstenkonvention für eine Welt ohne Landdegradierung“, lautete das Thema der Vertragsstaatenkonferenz. Das Konventionssekretariat soll zusammen mit dem Globalen Mechanismus Lösungen für die Herausforderungen von Wüstenbildung, Landdegradierung und Dürre finden. Dabei geht es insbesondere darum, Forschung und Wissen um Landdegradierung so aufzubereiten, dass sich daraus klare politische Handlungsoptionen für die betroffenen Länder ergeben.

Namibia selbst, als Gastland der Konferenz, bietet viele konkrete Beispiele, dass der engagierte Erhalt der Ökosysteme die beste Voraussetzung gegen eine weitere Ausbreitung der Wüste bietet. Das BMZ unterstützt die namibische Regierung hierbei mit Vorhaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit im Umfang von 40 Millionen Euro.

http://www.bmz.de


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