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Nigeria: 1.100 Tote durch Terror der Boko Haram





gfbvGöttingen. – Seit Mai 2013 sind bei Terrorüberfällen der islamistischen Boko-Haram-Sekte in Nord-Nigeria 1.100 Menschen getötet worden. Das hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Donnerstag in Göttingen berichtet. Der 52. und jüngste Angriff ereignete sich am Dienstag im Bundesstaat Borno, als Bewaffnete das Dorf Goniri stürmten, 18 Dorfbewohner töteten und zwölf Menschen verletzten.

„Jede Woche fallen mindestens 50 Zivilisten dem Terror der islamistischen Sekte zum Opfer“, sagte GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. „Nigerias Regierung muss dringend den Schutz der Zivilbevölkerung verstärken und sich um eine politische Lösung des Konflikts bemühen.“

Nigeria hatte im Mai den Ausnahmezustand über die Bundesstaaten Borno, Yobe und Adamawa verhängt, um Boko Haram wirksamer bekämpfen zu können.
 
Opfer des Konflikts sind nach Angaben der GfbV nicht nur Christen, sondern auch unzählige Muslime. Während bei Anschlägen auf Kirchen in größeren Städten vor allem Christen getötet würden, habe in den vergangenen Wochen die Zahl der muslimischen Opfer sprunghaft zugenommen. „Denn Boko Haram verübt nun verstärkt Überfälle in ländlichen Regionen, in denen überwiegend Muslime leben“, sagte Delius. 
 
Als das Dorf Goniri am vergangenen Dienstag im Morgengrauen angegriffen wurde, beteten die Dorfbewohner gerade in der Moschee. Wahllos warfen die schwer bewaffneten Angreifer Brandsätze in Häuser und Geschäfte und schossen um sich, berichteten Augenzeugen. 30 Menschen waren am vergangenen Sonntag und Montag bei Angriffen von Boko-Haram-Kämpfern auf zwei Dörfer im Bundesstaat Borno getötet worden.
 
www.gfbv.de


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