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Deutsche Experten sind im Ausland gefragt





ses fraedrich 200Bonn. – Wie wird Vollkornbrot tropentauglich, wie nimmt man der Wurst den Grauschleier, und wie verhindert man die Schimmelbildung bei Bio-Säften? So oder so ähnlich lauten die Fragen, mit denen sich Experten des Senior Experten Service (SES) aus dem Ernährungshandwerk bei ihren ehrenamtlichen Auslandseinsätzen beschäftigen. Deutsche Experten sind laut SES im Ausland gefragt.

Seit Gründung des SES gehören Bäcker, Konditoren und Fleischer zu den weltweit besonders gesuchten Experten. Auch Vertreter der vergleichsweise weniger verbreiteten, zum Teil sehr alten Berufe dieses Handwerks sind begehrt: Imker und Konfektmacher zum Beispiel, Mälzer, Müller und Moster oder auch Käser und Weinküfer. Schon im SES-Gründungsjahr 1983 fanden vier von damals insgesamt 22 Auslandseinsätzen im Ernährungshandwerk statt: im Fleischereibereich.

Auch heute noch, so der SES, haben Experten dieses Metiers beste Einsatzchancen, und das teilen sie mit allen anderen Handwerkern aus dem lebensmittelproduzierenden Gewerbe. Die Nahrungsmittelbranche steht seit Jahren auf einem der ersten Plätze in der SES-Einsatzstatistik. 2012 etwa entfielen 133 von insgesamt 1.601 Auslandseinsätzen auf diese Sparte. Zum Vergleich: Die Elektrotechnik – ein ebenfalls wichtiges Tätigkeitsfeld für SES-Experten – war mit 35 Einsätzen vertreten.

Viele Einsätze rund um Lebensmittel führen in kleinere Betriebe, in denen noch von Hand produziert wird, andere in größere Firmen mit höherem Automatisierungsgrad. Die Fragen der Auftraggeber aber sind gar nicht so unterschiedlich: Von großem Interesse sind die Verbesserung von Rezepturen und Arbeitsabläufen, die Optimierung von Vorrats- und Lagerhaltung, ebenso alle Themen rund um Lebensmittelhygiene und eine durchdachte Sortimentserweiterung.

Beim SES gehen so viele Anfragen nach Fachwissen aus dem Ernährungshandwerk ein, dass er ständig Nachwuchs auf diesem Gebiet sucht: derzeit insbesondere Brauer, Experten für Dauerbackwaren, Molkereifachleute und Spezialisten für Großmühlen.

Wer sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit als SES-Expertin oder -Experte interessiert, kann sich unter a.klingelhoefer@ses-bonn.de oder der Telefonnummer 0228 26090-75 beraten lassen.

Der SES ist eine Stiftung der Deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit und gibt mit Fachleuten im Ruhestand aus über 50 Branchen Hilfe zur Selbsthilfe. SES-Einsätze finden vorwiegend in den Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas sowie in Mittel- und Osteuropa statt, aber auch in Deutschland. Zurzeit sind beim SES mehr als 11.000 ehrenamtliche Expertinnen und Experten registriert. Seit seiner Gründung im Jahr 1983 hat der SES über 30.000 Einsätze gut 160 Ländern durchgeführt.
 
www.ses-bonn.de


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