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EU verhängt Sanktionen gegen Belize, Guinea und Kambodscha





fische sprotten 150Brüssel. – Die Europäische Union, deren Fischfangflotten die Küsten Afrikas leerfischen, hat Fischimporte aus Belize, Guinea und Kambodscha verboten. Das berichtete der „Guardian“ am Dienstag. Drei weitere Länder seien gewarnt worden, dass auch ihre Fischimporte durch die EU gefährdet seien, heißt es in dem Bericht. Den Ländern wird vorgeworfen, „illegale Fischerei“ geduldet zu haben.

Laut Guardian waren die drei Länder Belize, Guinea und Kambodscha im vergangenen Jahr von der Europäischen Kommission gewarnt worden, dass die EU die Importe von Fisch und Fischprodukten einstellen werde. Als Grund wurde genannt, diese Länder hätten nichts gegen Piraterie und illegalen Fischfang der Fischtrawler unternommen, die unter ihrer Flagge fahren.

Damit sind erstmals Importverbote gegen Länder ausgesprochen worden, die ihre Häfen für das Löschen von Fischladungen öffnen, ohne die korrekten Fischereilizenzen der betreffenden Fischtrawler zu prüfen. Nach Angaben des Guardian ist es künftig auch Schiffen der EU untersagt, in den Gewässern der betreffenen Länder zu fischen. 

Die Sanktionen der EU sollten Schule machen, denn auf diese Weise könnten Länder, deren Gewässer von EU-Fangflotten leergefischt werden, die bei den lokalen Fischern gefürchteten EU-Trawler loswerden. Das Problem ist allerdings, dass die Eliten dieser Länder mit der EU gemeinsame Sache machen: Die EU bezahlt die Regierungen dafür, dass sie europäischen Fischfangflotten erlauben, ihn ihrem Hoheitsgebiet zu fischen.

Westafrikanische Regierungen und die Entourage der Reichen und Mächtigen erhalten Millionensummen von der Europäischen Kommission, um sie für die entgangenen Einnahmen aus der Fischerei zu entschädigen. Viel Geld verschwindet in dunklen Kanälen.

Den arbeitslosen Fischern und ihren Familen bleibt nur die Hoffnung, dass ein Sohn oder Vetter in Europa einen miesen Job ergattert. Oft wird im Familienkreis gesammelt, um das Fluchtgeld zusammenzubringen, das die Banden von Fluchthelfern für ihre Dienste einstreichen. Wer von den Migranten Europa erreicht, gilt als „Scheinasylant“ oder „illegaler Flüchtling“, dem das Asylrecht verweigert wird.

Hintergrund:

via EU to ban fish imports from Belize, Guinea and Cambodia | Environment | theguardian.com


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