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BMZ beteiligt sich an Dürreversicherung für Afrika





bmz 100Berlin. – Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beteiligt sich mit insgesamt 50 Millionen Euro am Aufbau der „African Risk Capacity“, einer Dürreversicherung für afrikanische Länder. Dies hat der Staatssekretär im BMZ, Hans-Jürgen Beerfeltz (FDP), in Berlin bekannt gegeben.

Hans-Jürgen Beerfeltz: „Die African Risk Capacity ist hochinnovativ, weil erstmals afrikanischen Ländern eine Absicherung gegen Dürren ermöglicht wird, in Form einer Versicherung auf Gegenseitigkeit. Ergänzend zur geberfinanzierten Nothilfe können die afrikanischen Staaten sich hier auf Gegenseitigkeit absichern, dabei sind kommerzielle Rückversicherer beteiligt. Damit unterstreichen wir unsere Bereitschaft, Entwicklungsländer beim Umgang mit klimawandelbedingten Risiken zu unterstützen. Das ist ein riesiger Fortschritt für Kleinbauern in Dürregebieten.“

Deutschland beteiligt sich mit Treuhandmitteln in Höhe von 46 Millionen Euro an der Versicherung selbst, weitere vier Millionen Euro dienen der unterstützenden Beratung beim Aufbau des Fonds.

Der Aufbau der „African Risk Capacity“, einer Dürreversicherung für afrikanische Länder, wurde durch einen Gipfel der Afrikanischen Union 2010 beschlossen. Das Vorhaben wird neben Deutschland auch von zahlreichen anderen Gebern unterstützt, darunter Großbritannien und Schweden. Voraussetzung für den Beitritt der Länder zur Versicherung sind nationale Dürre-Nothilfepläne, die nach internationalen Maßstäben geprüft werden. Die Versicherungsprämien orientieren sich an den abzusichernden Risiken. Auszahlungen erfolgen automatisch nach Überschreiten einer Schadensschwelle, die durch satellitenbasierte und mit den örtlichen Verhältnissen abgeglichene Verfahren („African Risk View“) festgestellt wird.

Auf der Klimakonferenz in Warschau war in der letzten Woche ein internationaler Mechanismus zum Umgang mit Schäden und Verlusten durch den Klimawandel vereinbart worden.

www.bmz.de


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