Rund 1.000 Demonstranten haben sich unter dem Motto „Ohne Rechte wird es keine WM geben“ am 27. März in der Innenstadt von São Paulos versammelt. Der friedliche Protest gegen die Fußball-Weltmeisterschaft wurde von 1.000 Militärpolizisten (PM) überwacht und endete nach einem Bericht der Zeitung Folha de São Paulo ohne gewalttätige Auseinandersetzungen oder Verhaftungen.
Zu der Demonstration hatte das Anti-WM-Bündnis „Es wird keine WM geben“ aufgerufen. Es setzt sich aus Aktivisten
aus der sozialen Bewegungen, Bildungs- und Gesundheitsorganisationen sowie linken Parteien zusammen. Neben der Kritik an den
exorbitant hohen Kosten für die FIFA-Weltmeisterschaft äußerten die Aktivisten die Forderung nach einem kostenlosen Nahverkehr und mehr
Investitionen in das Gesundheits- und Bildungssystem.
Frühere Anti-WM Demonstrationen in São Paulo hatten mit
Krawallen und Festnahmen geendet. Bei der ersten Demo am 26. Januar war ein
Demonstrant erschossen worden, 115 weitere wurden festgenommen. Am 22.
Februar endet die Manifestation mit der vorübergehenden Verhaftung
von 262 Menschen.
Am 22. Februar kam erstmals die „pelotão
ninja“, eine Sondereinheit der Polizei, die Kampfsportarten trainiert und unbewaffnet auftritt, zum Einsatz. Für
den 15. April ist eine weitere Protestaktion geplant. Mit dem Slogan „Ohne Gesundheit – Wird es keine WM geben“ wollen die Protestbewegungen auf die schlechte medizinische Versorgung aufmerksam machen.
Quelle: www.folha.uol.com.br | www.estadao.com.br


