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Berlin. - Anlässlich des Weltwassertags am 22. März hanen die Vereinten Nationen am Freitag den World Water Development Report 2015: Water for a Sustainable World veröffentlicht. Auch Brot für die Welt hat einen Bericht "Die Welt im Wasserstress" vorgelegt. Darin wird aufgezeigt, wie untrennbar die Wasserversorgung und der Kampf gegen den Hunger miteinander verbunden sind. Jedem dritten Kind unter fünf Jahren, das an den Folgen von Durchfall und Mangelernährung stirbt, hätte mit sauberem Trinkwasser und Sanitärversorgung geholfen werden können.

"Die Grenzen der nachhaltigen Wassernutzung sind vielerorts schon heute überschritten", sagte Carolin Callenius, Referentin für das Recht auf Wasser und Nahrung bei Brot für die Welt. Etwa 640 Millionen Menschen leben in Ländern, die unter starkem Wassermangel leiden. Weitere zwei Milliarden leben in Ländern, denen Wassermangel droht. Callenius: "Im Mittleren Westen der USA ist das riesige Ogallala-Grundwasservorkommen bereits so übernutzt, dass es bis zu 1300 Jahre dauern kann, bis es sich wieder gefüllt hat."

WENIGER WASSER BIS 2050

Heute gehen 70 Prozent des Wasserverbrauchs auf das Konto der Landwirtschaft. Die Bewässerungslandwirtschaft hat  im Zuge der Intensivierung des Ackerbaus in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zugenommen. Dies wird aber so nicht weitergehen. Es wird erwartet, dass bis 2050 nicht mehr, sondern weniger Wasser für die Landwirtschaft  zur Verfügung stehen wird. Stattdessen nehmen Industrie und Haushalte immer mehr Süßwasser in Anspruch.

Dabei muss auch der hohe Wasserverbrauch in Deutschland auf den Prüfstand. Denn die Importe von wasserintensiven Produkten, wie beispielsweise Baumwolle, sind mitverantwortlich für Wasserstress und Wasserverschmutzung in vielen anderen Ländern. Für die Produktion eines T-Shirts braucht man ca. 2.500 Liter Wasser. Der Wasser-Report belegt: Ein "Weiter so" in der Verschwendung und Verschmutzung von Wasser darf es nicht geben.

2.500  LITER FÜR WASSER FÜR EIN T-SHIRT

Für die Länder im Wasserstress ist es notwendig, die Bewässerung effizienter zu machen. Allerdings betreibt der überwiegende Teil der kleinbäuerlichen Familien  Ackerbau ohne Bewässerung. Agrarökologische Methoden können die oft spärlichen Erträge enorm steigern, die Wasserspeicherfähigkeit der Böden erhöhen und ihre Anfälligkeit für die Folgen des Klimawandels senken. Im Wasser-Report sind solche lösungsorientierten Projekte von Brot für die Welt aufgeführt.

Ebenso wichtig ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Denn verschmutztes Wasser und unhygienische Lebensverhältnisse gehören zu den Hauptursachen von Durchfall und damit verbundener Mangelernährung. Brot für die Welt hat die Überwindung der Mangelernährung unter dem Motto"Satt ist nicht genug" zum Schwerpunktthema gemacht. "Eine nachhaltige Sicherung der Welternährung hängt davon ab, dass die Menschheit die Wasserkrise in den Griff bekommt", sagte Carolin Callenius.

Zum Weltwassertag schließt UNICEF Deutschland Deutschland die erfolgreiche Kampagne "Wasser wirkt" ab. Drei Jahre lang haben vor allem die 150 ehrenamtlichen UNICEF-Gruppen in ganz Deutschland auf das Menschenrecht auf Wasser aufmerksam gemacht und Spenden für Kinder in sechs Programmländer gesammelt. Insgesamt 700 Informationsveranstaltungen, Vorträge, Schülerläufe und Spendenaktionen haben ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen der Kampagne organisiert. Mit Erfolg: Mehr als 5,6 Millionen Euro Spenden für Wasser- und Hygieneprojekte sind zusammengekommen. Das ursprüngliche Ziel, 500.000 Kinder zu erreichen, konnte sogar übertroffen werden. Mehr als 560.000 Kindern in Äthiopien, Bangladesch, Kambodscha, Sambia, Somalia und Südsudan haben jetzt sauberes Trinkwasser, Latrinen an ihren Schulen und Hygiene-Unterricht.

=> World Water Development Report 2015: Water for a Sustainable World

=> Brot für die Welt: Die Welt im Wasserstress

Foto:© UNICEF/NYHQ2014-1752/Bindra

Quellen: brot-fuer-die-welt.de | unicef.de


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