unhcr 200Genf. - Seit Jahresbeginn haben 137.000 Menschen das Mittelmeer überquert und in Europa Zuflucht gesucht - 83 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Das hat das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) am Mittwoch in Genf berichtet. Die große Mehrheit von ihnen seien Schutzsuchende, die vor Krieg, Konflikten und Verfolgung flohen, sagte UN-Flüchtlingskommissar António Guterres.

Ein Drittel der Männer, Frauen und Kinder, die über das Meer nach Griechenland und Italien kamen, sind laut UNHCR syrische Staatsangehörige, die fast immer für einen Flüchtlingsstatus oder andere Schutzformen in Frage kommen. An zweiter und dritter Stelle der Hauptherkunftsländer folgen Afghanistan und Eritrea, deren Staatsangehörige ebenfalls zumeist als Flüchtlinge anerkannt werden.

"Die letzten Jahre haben gezeigt, dass sich die Zahl der Meeresüberfahrten in der zweiten Jahreshälfte, vor allem während der Sommermonate, noch einmal signifikant erhöhen. Es muss daher von einem weiteren Anstieg der Zahlen ausgegangen werden", erklärte UNHCR. Die Zahl der Menschen, die auf See umkamen, sei im April 2015 auf einem Höchststand angekommen und im Mai und Juni stark gesunken.

Zwischen Januar und März dieses Jahres ertranken laut UNHCR 479 Flüchtlinge und Migranten im Mittelmeer oder gelten als vermisst. Im April verloren bei mehreren fast zeitgleichen Bootsunglücken 1.308 Flüchtlinge und Migranten ihr Leben oder sind seitdem vermisst.

Quelle: www.unhcr.ch 


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