cbmNew York. - Vor Beginn der letzten Verhandlungsrunde, die am Montag gestartet ist, haben die Vereinten Nationen (UN) einen überarbeiteten Entwurf für die Post-2015-Agenda vorgelegt. Die globalen Entwicklungsziele werden im September von der UN-Generalversammlung verabschiedet und sollen die Lebensbedingungen für alle Menschen weltweit verbessern. Die Christoffel-Blindenmission (CBM) bemängelt am aktuellen Entwurf, dass Menschen mit Behinderungen in zentralen Themen immer noch nicht ausreichend berücksichtigt sind. So werden sie bei den Zielen zur Gesundheitsversorgung und Geschlechtergerechtigkeit nicht genannt.

"Eine inklusive Gesundheitsversorgung ist ein absolutes Muss in den Entwicklungszielen", betonte Rainer Brockhaus, CBM-Geschäftsführer. Er versicherte: "Wir werden daher weiterhin einfordern, dass die Rechte behinderter Menschen berücksichtigt werden."

TROTZ VERBESSERUNG: ENTWURF ENTTÄUSCHEND

Seit Beginn des Post-2015-Verhandlungsprozesses betont die CBM, dass alle Menschen eine Chance auf eine Gesundheitsversorgung bekommen müssen. Sonst könnte das heißen, dass der Aufbau von Krankenhäusern gefördert wird, es aber keinen Zugang für Menschen mit Behinderungen gibt, zum Beispiel weil eine Rampe fehlt oder behinderte Menschen gar nicht in das Gesundheitssystem aufgenommen werden.

"Es ist besonders enttäuschend, dass in diesen wichtigen Bereichen Menschen mit Behinderungen immer noch unberücksichtigt bleiben." so Brockhaus.

Denn schließlich hat die Unterstützung von vielen Menschen in Deutschland schon dazu geführt, dass der aktuelle Entwurf besser ist als vorherige Versionen. So sind bei den Zielen zu Katastrophenvorsorge und zu Verringerung von Armut behinderte Menschen besser berücksichtigt. "Warum es in anderen Bereichen keine Fortschritte gibt, ist unverständlich und nicht nachvollziehbar", sagte Brockhaus.

Quelle: cbm.de


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