BfdWStuttgart (epo). - "Brot für die Welt" will weitere 28,3 Millionen Euro für 104 Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika zur Verfügung stellen. Dabei sollen vor allem standortgerechte Landwirtschaft sowie Hilfen zur Sicherung von Land und Ernährung gefördert werden. Der Bewilligungsausschuss der evangelischen Entwicklungsorganisation genehmigte in Stuttgart unter anderem Projekte für ländliche Entwicklung in Kenia und Ruanda im Umfang von jeweils rund 300.000 Euro.

"Die Kleinbauern und ihre Familien sind eine wichtige Zielgruppe für unsere Projektarbeit", sagte die Direktorin von "Brot für die Welt", Cornelia Füllkrug-Weitzel. Die Mehrzahl der derzeit 852 Millionen Hungernden lebten auf dem Land. "Viele Kleinbauernfamilien leben am Rande des Existenzminimums. Wir wollen ihnen helfen, ihre Produktivität zu verbessern, besser auf Katastrophen vorbereitet zu sein und ihre Erträge nachhaltig zu steigern." Nur so werde es möglich sein, die Menschen vor einer Abhängigkeit von Nothilfe zu bewahren, wenn saisonale Klimaschwankungen ihre Ernte bedroht, sowie ihre Ernährung langfristig zu sichern.

Die "Brot für die Welt"-Partnerorganisation Christian Community Services (CCSMKE) unterstützt die Bäuerinnen und Bauern in der Region Mount Kenya East dabei, standortgerechte Anbaumethoden zu entwickeln und anzuwenden. Sie lernen, eigenes Saatgut zu vermehren und zu verbessern und lokale Baumschulen zu betreiben. Dazu kommen Maßnahmen zum Erosionsschutz und zur Verbesserung der Wasserversorgung durch den Bau von Brunnen, Quellfassungen und Dämmen.

In Ruanda unterstützt der Lutherische Weltbund (LWF Ruanda) mit Hilfe von "Brot für die Welt" die Bauern dabei, Kooperativen zur Vermarktung ihrer Produkte zu gründen sowie durch effizientere Anbautechniken ihre Erträge zu steigern.

"Alle "Brot für die Welt"-Projekte in Afrika enthalten eine HIV/Aids-Komponente", berichtete Füllkrug-Weitzel. Die Krankheit mache vielfach Erfolge aus der Entwicklungsarbeit zunichte und trage zur Armut und zum Hunger auch in den ländlichen Regionen bei. "Der Kampf gegen HIV/Aids gehört deshalb zu unseren vordringlichen Aufgaben." Der CCSMKE in Kenia und der LWF in Ruanda etwa bilden Beraterinnen und Berater aus, die Angehörige von Aids-Kranken bei der Pflege unterstützen und Aufklärungsarbeit leisten.

Brot für die Welt


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