SESBonn (epo). - Im Jahr 2005 hat der Senior Experten Service mehr als 1.450 Einsätze im In- und Ausland verzeichnet. Insgesamt seien die Einsatzzahlen um fast drei Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, teilte die Organisation in Bonn mit. So förderten SES-Experten die Ausbildung von Schweißern in Algerien, verbesserten die Abwasserqualität in China oder halfen einer Firma in Honduras, aus Abfällen Biogas zu erzeugen. Senior Exerten sind Fachleute, die aus dem Berufsleben ausgeschieden sind und im eigenen Land oder im Ausland Hilfe zur Selbsthilfe leisten.

Auch in Deutschland sind Senior Experten sehr gefragt: 127 Mal unterstützten sie mit ihrer Berufserfahrung Unternehmen bei der Produktion, im Marketing und im Vertrieb.

Aus Mittelamerika erreichte den SES beispielsweise die Anfrage, man wolle dem Energiemangel in Honduras durch erneuerbare Energien abhelfen. Deshalb fördert die Regierung solche Energien durch Preisnachlässe. Im Herbst 2005 reiste Senior Experte Dr. Harry Knittel nach San Francisco de Yojoa. Er schulte dort das Personal eines landwirtschaftlichen Betriebes mit Eier-Produktion, die Abfälle in hochwertigen Dünger und in Biogas umzuwandeln. Heute benutzt die Firma den Dünger für den Gemüse-, Bananen- und Kaffeeanbau und das Biogas für den Betrieb der Farm.

Seit der Gründung des Senior Experten Service im Jahr 1983 haben Senior Expertinnen und Experten ehrenamtlich mehr als 15.000 Einsätze in 151 Ländern durchgeführt. Ende 2005 waren beim SES fast 7.000 hoch motivierte Senior Expertinnen und Experten aus über 50 Branchen registriert. Ihr Durchschnittsalter betrug 65 Jahre. Der Anteil der beim SES registrierten Fach-Frauen ist 2005 auf neun Prozent gestiegen.

Große Nachfrage bestand im vergangenen Jahr nach Fachleuten aus dem Bildungswesen, dem Maschinenbau, der Elektrotechnik, der Agrarwirtschaft, dem Gesundheitswesen, der Touristik und der Chemie. Einsätze in diesen Bereichen gehörten zu den "Top-Ten" des SES, erklärte die Organisation.

Der Senior Experten Service (SES) ist eine Stiftung der deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit, eine gemeinnützige GmbH. Seit 23 Jahren leistet er mit Fachleuten, die aus dem Berufsleben ausgeschiedenen sind, Hilfe zur Selbsthilfe - ehrenamtlich, schnell und pragmatisch.

Die SES-Einsätze finden vorwiegend in Entwicklungs- und Schwellenländern Asiens, Afrikas, Lateinamerikas sowie in Mittel- und Osteuropa statt. Senior Expertinnen und Experten lösen aber auch Probleme von Firmen in Deutschland. Vor allem kleinen und mittleren Unternehmen, öffentlichen Institutionen, Kommunen und Einrichtungen der beruflichen Ausbildung bietet der SES Hilfe durch qualifizierte Fachkräfte an.

Einen großen Teil der Mittel für Einsätze in Entwicklungs- und Schwellenländern stellt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) bereit. Senior Expertinnen und Experten seien "gute Botschafter der deutschen Wirtschaft", so die Selbsteinschätzung der Organisation: Ihre Einsätze könnten zu Kontakten zur deutschen Wirtschaft führen und langfristig Arbeitsplätze in Deutschland sichern.

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