worldvisionFriedrichsdorf. - World Vision Deutschland e.V. hat im Geschäftsjahr 2017 Einnahmen von 112,8 Millionen Euro erzielt. Das ist die höchste Summe, die der christlichen Kinderhilfsorganisation bisher anvertraut wurde. 16,6 Millionen Menschen in 50 Ländern konnten durch Kinderförderung, Entwicklungs- und Nothilfeprogramme sowie Maßnahmen zur Stärkung der Zivilgesellschaft unterstützt werden.

"Unser wichtiges Engagement für Kinder in Krisen und Kinder auf der Flucht konnten wir ausbauen, da wir letztes Jahr dafür mehr als 1.000 neue Dauerspender gewonnen haben", erklärte Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision Deutschland. "Statt den aktuellen Tendenzen zur Abgrenzung zu folgen, stellen sich diese Spender helfend und schützend mit uns vor die verletzlichsten Opfer politischer Konflikte und gesellschaftlicher Missstände."

Ein Großteil der Spenderinnen und Spender engagiert sich mit World Vision weiterhin für dauerhaft bessere Lebensbedingungen und Entwicklungschancen in armen, meist ländlichen Regionen. Täglich vergrößert sich so durch Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und Ehrenamtlichen die Zahl der Familien, die eigenständig ihre Kinder gesund ernähren, vor Krankheiten schützen und beim Lernen fördern können – vor allem auf dem afrikanischen Kontinent.

Wie dabei nicht nur das individuelle Fortkommen, sondern auch der Gemeinschaftssinn gefördert werden kann, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Simbabwe, das sich noch immer in einer schweren Wirtschaftskrise befindet: Im Projekt Makoni setzen von World Vision unterstützte Produktionsgruppen 70 Prozent ihrer Einnahmen aus Landwirtschaft und Fischzucht für Gemeinschaftsprojekte (wie Dorfbibliotheken, Schulgärten und Waisen-Förderung) ein.

Mit öffentlichen Zuschüssen (32,3 Millionen Euro) und Mitteln aus dem Nothilfebündnis "Aktion Deutschland Hilft" finanzierte World Vision ein breites Spektrum an Hilfen und Vorsorgemaßnahmen – beispielsweise zur Sicherung der Ernährung, Gesundheit und Existenzgrundlagen in problematischen Klimazonen. "Besonders auf komplexe Krisen können wir durch dieses Zusammenspiel verschiedener Unterstützer flexibler reagieren", sagte Christoph Hilligen, Mitglied des Vorstands. "Unsere Projektgebiete in Afghanistan, in Somalia und in der Tschadseeregion benötigen sowohl Hilfe zur Bewältigung von Naturkatastrophen, als auch Unterstützung bei der Aufnahme von Flüchtlingen und beim Kinderschutz." In den Nachbarländern Syriens werde Bildungsförderung für die Jugend mit Friedensbildung verknüpft, unterstützt durch den Madad-Fund der EU.

Das in 98 Ländern tätige World Vision-Netzwerk treibt - auch durch zahlreiche Partnerschaften – die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung mit voran. Im vergangenen Jahr konnten dabei nach eigenen Angaben die Lebensbedingungen von rund 41 Millionen Kindern verbessert werden. "Mit Blick auf erfahrene Rückschläge sorgen wir uns allerdings über den kleiner werdenden Handlungsspielraum für Zivilgesellschaft in vielen Ländern", sagte Christoph Waffenschmidt. "Hierzu wünschen wir uns mehr politische Unterstützung, damit Hilfsorganisationen und engagierte lokale Helfer arbeiten können."

Quelle: www.worldvision.de 


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