DEDBonn (epo.de). - Der Deutsche Entwicklungsdienst (DED) unterstützt den Bau und die Einrichtung eines Friedensmuseums in der Region Baja Verapaz in Guatemala. Das Friedensmuseum solle der Vergangenheitsbewältigung dienen, die Voraussetzung für den Friedensprozess in dem vom Bürgerkrieg gezeichneten Land ist, teilte der DED in Bonn mit. Vor zehn Jahren, am 29. Dezember 1996, endete in Guatemala ein Bürgerkrieg, der rund 200.000 Menschen das Leben kostete.

Die DED-Partnerorganisation ADIVIMA (Asociaci?n para el Desarrollo Integral de las V?ctimas de la Violencia en las Verapaces, Maya Ach?), die sich seit 1994 für die Interessen der Bürgerkriegsopfer in den guatemaltekischen Regionen Baja und Alta Verapaz einsetzt, hatte 2005 mit dem Bau des Museums in der Stadt Rabinal begonnen. Der Bau des Friedensmuseums soll einen Beitrag zur Wahrheitsfindung, Vergangenheitsbewältigung und Wiedergutmachung in Baja Verapaz leisten und die nationale und internationale Öffentlichkeit über die Ereignisse der Vergangenheit informieren.

In den Jahren des Bürgerkriegs sei der Bevölkerung in Baja Verapaz auch im Zusammenhang mit dem Bau des größten Wasserkraftwerks des Landes viel Leid zugefügt worden, so der DED. In dem Dorf R?o Negro wurde im Jahr 1982 ein Massaker verübt, dem 177 Dorfbewohner zum Opfer fielen, die sich dem Bau des Staudamms widersetzten. Inoffiziellen Quellen zufolge kamen mehr als 400 Menschen ums Leben. Der Bau des Staudamms habe außerdem zu Enteignungen und der Vertreibung der Landbevölkerung geführt, in deren Folge heute in den beiden Regionen sechs Millionen Menschen in extremer Armut lebten, so der DED.

 DED


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