InWentBerlin (epo.de). - Was berichten afrikanische Medien über Deutschland und die EU? Das Internationale Institut für Journalismus (IIJ) der InWEnt gGmbH hat jetzt erstmalig zehn Printjournalisten zu einer Recherchereise durch Deutschland und nach Brüssel eingeladen. Eingebunden in die Initiative "Partnerschaft mit Afrika" von Bundespräsident Horst Köhler, berichten die Journalisten über den deutsch-afrikanischen Dialog aus erster Hand.

Die Journalisten stammen aus Ghana, Nigeria, Kenia, Uganda, Sambia, dem Senegal und der Elfenbeinküste. Sie treffen noch bis 4. November Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft und besuchen Medienhäuser. Sie lernen die europäischen Institutionen in Brüssel kennen und sprechen mit EU-Politikern über Handelsbeziehungen und entwicklungspolitische Strategien.

Afrikanische Medien folgen denselben Nachrichtenkriterien wie die europäischen. Regionale und nationale Ereignisse haben Vorrang. Gehe es indes um die Partnerschaft mit Afrika, komme den Medien auf beiden Seiten eine besondere Rolle zu, so InWEnt. Afrikanische und europäische Journalisten könnten die gegenseitige Wahrnehmung kritisch hinterfragen - Bilder, Zerrbilder, Stereotypen und Schlaglichtthemen. Und sie könnten Wissenswertes liefern für Leser, die gern über den Tellerrand ihrer eigenen Interessen schauen.

Mit dem Projekt will InWEnt die Berichterstattung über entwicklungspolitische Themen in afrikanischen Medien fördern und neue Netzwerke zwischen Deutschland, Europa und Afrika anregen. Das Programm steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

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