wsf 2009Belém/Berlin (epo.de). - Zum Auftakt des Weltsozialforums in Belém (Brasilien) hat die Heinrich-Boell-Stiftung die "drohende Nuklealisierung Lateinamerikas" kritisiert. Immer mehr Länder in Lateinamerika, auch Brasilien, verkündeten neue Nuklearprogramme und den Bau neuer Kernkraftwerke. "Dabei sind die zentralen Probleme der Kernkraft in Lateinamerika, etwa die Endlagerung oder der Bau von Kraftwerken in erbeben- gefährdeten Regionen wie Chile oder Mexiko, bis heute nicht gelöst", sagte Lateinamerika-Referentin Annette von Schönfeld.

Die "drohende Nuklealisierung Lateinamerikas und ihre Folgen" sind ein Schwerpunkt der Heinrich-Böll-Stiftung auf dem Weltsozialforum 2009, das vom 27. Januar bis 1. Februar in der Millionenstadt Belém an der Mündung des Amazonas stattfindet. Die Stiftung organisiert Veranstaltungen zu den Themen Biopolitik, Gemeingüter (Commons) sowie Klima und Wald (REDD - Verringerung von Kahlschlag und Emissionen).

In Lateinamerika setzt sich die Heinrich-Böll-Stiftung unter anderem für die Förderung erneuerbarer Energien wie Wind- und Solarkraft ein und unterstützt länderspezifische Vorschläge für eine nachhaltige Energiepolitik. Wichtigstes Instrument ist das intensive politische Lobbying.

-> Dossier "Biodiversität, Klima und Wandel in Amazonien"

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